Neuigkeiten  Gesichter & Fakten  So helfen Sie mit  Termine & Allgemeines  Gästebuch


Zurück zur vorherigen Seite Hunde

Pippo

Wir dachten schon, wir kommen zu spät - die letzte Chance für Pippo!

Als wir im Juni 2014 unser Partnertierheim, die L.I.D.A. Olbia, besuchten, schauten wir auch nach unserem Pippo. Unsere Senioren besuchen wir regelmäßig, um deren Entwicklung zu verfolgen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es dem Hund geht.

Pippo lebte schon einige Zeit auf der Piazza, einem Vorbereich, von dem Gänge zu den zahlreichen Gehegen führen. Auf der Piazza leben alte Hunde, gemoppte Hunde und Hunde, die ärztlich behandelt werden. Es war ein sehr heißer Tag und wir suchten Pippo vergeblich. Mit großer Angst, wir wagten gar nicht weiter zu denken, wandten wir uns an die Tierärztin, die uns zu einer kleinen Hundehütte im Schatten führte, in der Pippo lag und sich ausruhte. Seine Nase war trocken und ganz hart und schuppig, sein graues Schnäuzchen war noch grauer geworden und sein Fell struppig. Wir streichelten ihn, mit geschlossenen Augen nahm er selig die Kuscheleinheiten an. Seine Rippen waren zu spüren und die Tierärztin schaute uns mit kummervollen Augen an und sagte "Wenn Ihr Pippo helfen wollt, dann jetzt. Er hat nicht mehr viel Zeit." Mit neuen Bildern im Gepäck und einem beklemmenden Gefühl, ob wir wieder einen Senior verlieren würden, bevor wir ihm ein Zuhause schenken könnten, kehrten wir heim.

ZurückWeiter


Nach unserer Rückkehr unterrichteten wir sofort die Vermittlerin und sie bat uns, einen Hilferuf auf der Homepage zu starten. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen, denn eine Familie meldete sich, die Pippo das Gnadenbrot geben wollte, wenn wir uns an den Kosten beteiligen würden. Die anschließende Diskussion im Verein mussten wir führen, hatten wir doch gerade so viele Notfälle und konnten nicht vorhersagen, ob wir einen Patenhund würden unterstützen können. Die Bilder von Pippo vor Augen, wischten wir dennoch alle Bedenken beiseite und ließen Pippo für die Ausreise fertig machen.

Am 20.07.2014 war Pippos großer Tag!

Endstation Sehnsucht, das trostlose Leben im Rifugio gehört nun der Vergangenheit an! Pippo ist da, er hat das Tierheim für immer verlassen, er ist zuhause angekommen.

Endstation Liebe und Glück!

Mit geschätzten 14,5 Jahren hat Pippo die Reise gut überstanden und nimmt vom ersten Tag das Leben in seiner neuen Familie zutraulich und interessiert an. Lesen Sie hier über die ersten Schritte in Pippos neuem Leben:

21.7.2014, mittags

"Endlich ist er da!! ? Und schläft und schläft und schläft.

Gegen halb 2 nachts waren wir zuhause angekommen. Pippo wollte gar nicht aussteigen, hatte er doch kurz zuvor erst eine halbwegs bequeme Liegeposition gefunden und die Augen zugemacht. Doch kaum hatte er Gras unter den Pfoten, waren seine Sinne geweckt und die Nase klebte am Boden. Bis zur Haustür brauchten wir eine halbe Ewigkeit. Jeder Halm wurde markiert, jeder Quadratzentimeter lautstark abgeschnüffelt. Dabei hätte er fast den Kater inhaliert, der knurrend und wenig erfreut an der Hauswand saß. Die erste Begegnung mit den anderen Hunden war völlig unspektakulär. Haustür auf, alle raus, große Wiedersehensfreude mit uns Zweibeinern, kleiner Schreck (och nee, wen schleppt sie denn da wieder an!), alle mal kurz die Nase an Pippo drangehalten - fertig. Er selber hat´s kaum mitbekommen, die vielen neuen Gerüche ringsherum waren einfach interessanter. Als wir ihn endlich ins Haus bugsiert hatten, schaffte er noch 3 Schritte bis zum ersten Hundebett im Flur und plumps, da lag er. Nahm noch ein paar Schlucke Wasser im Liegen und fand, dass nun aber wirklich Schlafenszeit ist.

So war es ruhig bis gegen 5 Uhr, dann hörte ich ihn schwer und schnell atmen und hecheln. Ich kann nicht sagen, ob er Schmerzen hatte oder ob ihm einfach nur warm war. Gegen 6 stand er auf und steuerte zielstrebig das Bücherregal an. Also schnell die Leine dran und zum Lösen nach draußen. Es folgte eine weitere Exzessiv-Verschnüffelung und nun sah ich ihn auch erstmals im Hellen. Rappeldünn und ganz wackelig auf den Beinen stakste er umher. Man kann nur ahnen, was für ein stolzer und stattlicher Kerl er einmal war.

ZurückWeiter

Als wir wieder hineingingen, marschierte er ins Arbeitszimmer und probiert seitdem dort die Kissen durch. Auch in die Schlafkiste vom Kater hat er sich schon hineingefaltet. ;-) Meine Versuche über den Vormittag, ihn nochmal nach draußen zu lotsen, waren nicht erfolgreich, Pippo möchte lieber richtig ausschlafen. So sind also unsere ersten gemeinsamen Stunden ausgesprochen ruhig und unproblematisch verlaufen.

Sein Urin ist sehr dunkel, das deutet auf nichts Gutes hin. Das rechte Ohr juckt, nässt und ist geschwollen, ein kleineres Übel. Ich habe gleich für morgen früh den Termin zur Blutabnahme und erstem Check gemacht. Vier Tabletten Allopurinol und eine Spritze mit Milteforan hat er mitbekommen, die Leishmaniose ist aktiv."

22.7.2014 vormittags

"Wir waren heute früh beim TA, insgesamt ist der erste Eindruck nicht so schlecht. Und Pippo wiegt sage und schreibe 21,3 kg. Hätte ich nie gedacht, so dünn wie er ist!

Das Herz weist zwar links ein leichtes Geräusch auf, schlägt aber insgesamt kräftig. Falls es sich mit der phasenweisen schweren, lauten Atmung und dem Hecheln nicht relativiert, könnte man über ein leicht blutdrucksenkendes Mittel nachdenken, damit das Herz entlastet wird.

Die Ohren sind hochgradig entzündet, geschwollen und müssen ordentlich wehtun. Da werden wir um ein entzündungshemmendes Schmerzmittel und ein Antibiotikum nicht herum kommen. Mit einem Ohrreiniger allein kommt man nicht weit genug in die Tiefe. Die Ärztin hat einen Abstrich gemacht und wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen, ob sie bei Laboklin eine Analyse in Auftrag geben darf, damit gezielt statt mit Breitband behandelt werden kann. Ob er noch Hörvermögen hat, kann ich noch nicht sagen. Im Moment reagiert er nicht auf Geräusche, was aber nichts heißt.

ZurückWeiter

Am linken Auge hat er oben und unten kleine Lidrandtumore. Die Zähne sind erwartungsgemäß katastrophal. Typische Symptome der kutanen Leishmaniose weist er keine auf.

Die gute Nachricht: Der Urin ist im Laufe des gestrigen Tages heller geworden! Ich nötige ihn, so oft es geht, zum Trinken und habe auch sein Futter zusätzlich gewässert. Auf die Nierenwerte bin ich sehr gespannt, vielleicht klappt es mit den Blutergebnissen ja noch diese Woche. Dann könnte ich auch die Fütterung entsprechend anpassen. Ich bin übrigens im Leishmaniose-Forum angemeldet, ggf. würde ich dort auch um einen Futterplan für ihn bitten."

22.7.2014, nachmittags

"Pippo ist heute ausgesprochen wach und agil. Eigentlich die ganze Nacht schon. Kein Wunder, so ausgeschlafen wie er war.:-) Er wackelt durch den Garten, Runde um Runde um Runde und beschnüffelt immer noch intensiv jedes Blatt, jeden Grashalm, jedes Steinchen. Das muss ein Fest für seine Nase sein! Und er markiert, was die Blase hergibt. Leider auch drinnen... barfuß laufen ist bei uns gerade nicht zu empfehlen. :-) Die beiden Jungs sind hochgradig irritiert von dieser Ungeheuerlichkeit und würden wohl am liebsten darauf antworten, trauen sich aber zum Glück nicht.

ZurückWeiter

Mittlerweile hat Pippo auch das Wohnzimmer erobert und probiert dort alle Liegeplätze durch. Hier und da kontaktet er freundlich mal die anderen, irgendwelche Anzeichen, dass Ivi und er sich kennen, gibt es aber nicht."

22.7.2014, abends

"Hier kommt noch ein kleines Video von gestern Abend.

Video von YouTube anschauen

Er kommt stündlich mehr hier an, das Sicherheitsgeschirr habe ich ihm vorhin ausgezogen, im Garten kann er nicht verloren gehen und über den Zaun schafft er es ohnehin nicht. An Spaziergängen außerhalb des Grundstücks ist er bisher noch nicht so interessiert, da schafft er gerade mal 20 m in jede Richtung, dann dreht er wieder um. Eigentlich sollte er jetzt langsam müde von seinen Erkundungsrunden sein. Also hoffe ich auf eine ruhige Nacht und etwas mehr Schlaf als in den beiden Nächten zuvor. :-)

Wir freuen uns so sehr, dass er hier ist!"

28.7.2014, nachmittags

Ich habe heute mit der Ärztin über die Ergebnisse vom Ohrabstrich gesprochen. Die beiden gefundenen Keime sind leider von der übleren Sorte, langwierig in der Behandlung und resistent gegen die meisten gängigen Antibiotika. Zum Glück haben wir das Antibiogramm gleich mitmachen lassen, so dass wir gezielt ein Präparat aussuchen konnten, auf das beide Keime (hoffentlich) anschlagen. Zusätzlich werden die Ohren mit einer Lösung täglich gesäubert und ausgewischt. Damit die Prozedur nicht so schmerzhaft bleibt wie im Moment noch, bekommt er eine Weile ein cortisonhaltiges, entzündungshemmendes Schmerzmittel in niedriger Dosierung, damit die Schwellungen abklingen. Es wird vermutlich ein etwas längerer Prozess und ein Kontroll-Abstrich in wenigen Wochen wird angeraten.

Er frisst mit gutem Appetit und mittlerweile auch größere Portionen, reiht sich bei der Futterzubereitung in die sabbernde Warteschlange ein und ist für Leckerchen immer zu haben. Neri weist ihn zudem in die Künste der professionellen Bettelei bei Tisch ein und Pippo erweist sich als sehr lernfähig. ;-)

ZurückWeiter

Gestern hatte er beim Anblick der Gartenliege wohl ein Déjà-vu und diese gleich erklommen. So ein Teil gab es in der LIDA auch. Spaziergänge findet Pippo mittlerweile richtig gut und läuft mit zum Tor, wenn ich mit den anderen los will. Da kann er natürlich nicht mit, das wäre viel zu weit. Aber 2 x am Tag bekommt er seine eigenen Runden, die bei jedem Mal ein wenig ausgedehnt werden. Zusätzlich ist er natürlich im Garten nach Lust und Laune unterwegs und läuft schon deutlich sicherer als vor einer Woche. Hier ein kleiner Eindruck von gestern:

Video von YouTube anschauen


Pippo hat eine wunderbare Pflegestelle gefunden, die ihn bis zum Ende begleiten wird. Wir haben es auf keinen Fall bereut, Pippo nach Deutschland zu holen. Es gibt sogar schon den ein oder anderen Paten, der Pippo monatlich unterstützt.

Trotzdem ist Pippo auch auf Ihre Hilfe angewiesen und würde sich freuen, wenn sich noch mehr Fans finden würden, die uns helfen, die Medikamenten- und Behandlungskosten zu tragen.

Spenden können Sie unter dem Stichwort "Patenschaften - Pippo" ab einer Spende von 5 Euro monatlich. Natürlich können Sie auch eine einmalige Spende leisten. Die genauen Angaben finden Sie auch im Spendenformular.


Pippo bloggt!

Liebe Pippo-Freunde, unser Opi hat nun seinen eigenen Blog und berichtet eigenpfotig aus seinem Leben.

Klickt doch mal rein und begleitet ihn: http://pippobloggt.wordpress.com


Spendeneingang

 

Sollten mehr Spenden eingehen als für das ausgewählte Tier benötigt, wird dieses Geld einem anderen SOS- oder Patenschaftstier helfen!


Ansprechpartner

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:

Ansprechpartner

Tanja Mittag


Spendendosenmanagement, Spendenbetreuung Patenschaften

Telefon: (0173) 2 53 42 15
E-Mail: tanja.mittag@streunerherzen.com


Bankverbindung

STREUNERHerzen e.V.
Kreissparkasse Köln
BLZ 370 502 99
Konto 157284821

IBAN DE93370502990157284821
BIC COKSDE33



Für das Anzeigen der PDF-Dateien brauchen Sie einen PDF-Reader. Laden Sie sich hierfür den kostenlosen Acrobat Reader von Adobe runter.

  Spendenformular147 KB


© 2013 STREUNERHerzen e.V.    Sitemap   |    Links   |    Kontakt   |    Bankverbindung   |    Impressum