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Baghetta

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.... und das Märchen wurde wahr....

Es war einmal eine kleine Zuckeromi, die schon ihr ganzes Leben hinter Gittern im Canile Tortoli darauf wartete, dass ihr tristes Dasein endlich ein Ende hat. Die Jahre zogen an ihr vorüber und nach und nach trübte sich Zuckeromis Blick, ihre Haltung wurde resignierter, ihre Neugierde verlosch, die Langeweile und Tristesse verführten sie zum ständigen Fressen, ihre Knochen wurde immer müder, ihre Lebensfreude wich mit jedem Jahr ihrer Zwingerhaft. Nur nachts, wenn es einigermaßen ruhig war im Canile, träumte Zuckeromi von Wiesen, über die sie schlenderte, von Grashalmen, an denen sie schnüffelte, von einer warmen, gemütlichen Decke, von einer Familie, die sie liebte und behütete. Jeden Morgen holte die Realität Zuckeromi wieder ein und so trottete sie wieder traurig und desillusioniert die wenigen Minuten im Freilauf, während ihr Zwinger gesäubert wurde, gedankenlos und an allem und jedem desinteressiert. Ihre Hoffnung hatte sie längst aufgegeben. Es war sinnlos zu glauben, dass es noch etwas anderes auf dieser Welt gibt.

Eines Tages kam jemand und holte Zuckeromi aus ihrem Zwinger. Man fummelte an ihr herum und es piekte einmal blöd. Zuckeromi ließ es mit sich machen. Sie wunderte sich, was das sollte. Noch niemals zuvor war sie irgendwo anders im Canile außer in ihrem Zwinger und im Freilauf. Auch Elina, ihre Freundin, mit der sich Zuckeromi schon seit vielen Jahren den Zwinger teilte, wurde gepiekst. Das machte Zuckeromi etwas Mut, Elina war bei ihr. An diesem Tag passierte noch viel mehr.

Einige Leute warten am Flughafen Düsseldorf im Ankunftsbereich. Die Leute sind aufgeregt, freuen sich, sind voller Emotionen. Sie erwarten Hunde. Eine jede Familie wartet auf ihr neues Familienmitglied, das sie in Kürze zum ersten Mal live erleben werden. Die Menschen sind gespannt und auf alles vorbereitet. Sie sind alle sehr tierlieb und ihr Herz schlägt heftig. Sie wissen, dass gleich ein armes Geschöpf bei ihnen sein wird, das seit vielen Jahren eingesperrt war.

Die Box, in der Zuckeromi Baghetta mit Elina sitzt, wird geöffnet. Viele Menschen sind zu sehen, grelles Licht scheint in einer riesigen Halle. Einige Menschen sprechen Baghetta und Elina freundlich und gerührt an. Es klingt vertrauensvoll und die Box ist wirklich eng. Die zwei Omis trauen sich, mutig auszusteigen.

Es ist schön und ruhig. Es riecht vertraut. Es gibt noch vier andere Hunde. Sie werden ignoriert. Zuckeromi ist schüchtern, lässt aber alles auf sich zukommen. Liebevoll wird sie auf den Arm genommen. Sie wird gestreichelt. Sie spürt, dass es in Ordnung ist. Sie schaut sich um. Sie beginnt vorsichtig, sich alles anzuschauen. Ihre Neugierde wächst und zaghaft tapert sie die Zimmer ab und schnüffelt an vielen ihr unbekannten Dingen. Es gibt einen Garten, das grüne Gras erstaunt Baghetta. Ihre Nase beginnt jetzt, auf Hochtouren zu arbeiten. Sie entdeckt mit steigender Neugierde die Natur. Etwas später legt sie sich auf die dicke Decke, die sie im Haus findet. Zuckeromi kommt zur Ruhe und schläft ein.

Am nächsten Morgen öffnet Baghetta ihre Augen und merkt, dass das Märchen wahr geworden ist. Die nächsten Tage wird Zuckeromi immer etwas mutiger, sie spürt Wärme und Geborgenheit. Sie lernt den Tagesrhythmus kennen und weiß schon bald, was wo ist, wann etwas passiert. Mit den vier anderen Hunden freundet sie sich an und schaut sich ein paar Dinge ab.

Zuckeromi ist endlich zuhause. Sie fühlt sich wohl. Auf den Happy End Fotos sehen wir eine lachende Baghetta, eine aufrechte Zuckeromi, die danach aussieht, als wolle sie die vielen, verlorenen Jahre nachholen. Gut so, Zuckeromi! Endlich bist du eine Märchenprinzessin geworden!

Lebe dein Leben, hab´ Spaß! Viel Glück, mein kleiner Schatz, bleib gesund und munter!

Die 13-jährige Baghetta hat am 15.05. ihr Körbchen in Neunkirchen bezogen.

Nachricht vom 28.05.2017:

Liebe Frau Bormann-Rolfs,

morgen ist Baghetta schon zwei Wochen bei mir und ich wollte nochmal berichten, wie es so läuft. Als wir telefoniert haben, haben Sie uns gewünscht, dass es steil bergauf geht. Und so ist es tatsächlich. Die Kleine ist der Wahnsinn. Ich habe mich natürlich darauf eingestellt, dass eine Omi, die nur das Tierheim kennt, viel Zeit braucht, um sich an alles zu gewöhnen. Aber nix da. Alles klappt fantastisch und Baghetta macht jeden Tag Fortschritte.

Sie ist stubenrein (seit dem zweiten Tag!), läuft Treppen, hat sich von meiner Bekannten ganz bravourös scheren lassen und überhaupt ist alles ganz unkompliziert. Das Fell musste runter, da auch nach dem Baden kein Durchkommen war. Bei den Temperaturen tut ihr das auch gut und sie sieht soooo niedlich aus. Ich bin schlicht hellauf begeistert. Ich könnte tausend Dinge nennen, für die ich die Maus schon gefeiert habe, weil sie alles mit einer gelassenen Selbstverständlichkeit macht. Schmusen findet sie schon viel besser und die ersten albernen Spielversuche hat sie auch schon gemacht. Wenn ich mich bewege, habe ich meistens einen Schatten, der hinter mir her tippelt. Und wenn ich morgens aufstehe, werde ich schwanzwedelnd begrüßt.

Am Freitag waren wir beim Tierarzt und natürlich hat das auch super geklappt. Das Auge muss nicht weiter behandelt werden. Am Po hat sie ein dickes Lipom, dass sie aber nicht stört, ihr nicht weh tut und dementsprechend bleiben kann. Da sie hin und wieder hustet, hatte ich befürchtet, sie hat was am Herzen, aber auch das ist einwandfrei. Wir werden sie jetzt vorsichtshalber noch auf Lungenwürmer untersuchen lassen. Das Blut ist unterwegs und ich hoffe, dass da dann auch alles in Ordnung ist. Außerdem hat sie schon etwas abgenommen. Ich achte natürlich darauf, dass es nicht zu schnell geht.

Abschließend möchte ich mich nochmal bedanken. Die Vermittlung war von Anfang bis Ende toll. Sie machen eine großartige Arbeit. Und wie Sie ja wissen, kommt im Juni das nächste Streunerherz zu uns. Auch da sind wir ganz zuversichtlich und mit einem so guten Verein an der Seite wird es auch Egido bald gut gehen.

Es grüßen ganz herzlich, Baghetta, ihr stolzes Frauchen und der Rest der Hunde- und Menschenfamilie J.


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