Roccia – Noch immer voller Freude – noch immer ohne Zuhause

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.


Was ist mir passiert?

Über Roccias Vergangenheit wissen wir nur wenig. Vermutlich war er, wie viele Hunde seiner Rasse, einst als Jagdhund auf Sardinien im Einsatz und wurde irgendwann nicht mehr gebraucht. Warum sein Weg schließlich im Tierheim endete, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

Was Roccia jedoch nie verloren hat, ist seine Lebensfreude. Trotz allem, was hinter ihm liegt, begegnet er Menschen offen, freundlich und voller Vertrauen. Seine Geschichte mag traurig sein, Roccia selbst hat sich davon nicht die Freude am Leben nehmen lassen.

Wo bin ich?

Seit dem 11.09.2024 lebt Roccia im Canile Tortolì auf Sardinien.

Als wir ihn im Oktober 2025 besuchten, hofften wir, dass er bald gesehen werden würde. Im April 2026 standen wir erneut vor seinem Zwinger. Und Roccia war noch immer dort. Was uns dabei besonders berührt hat, dass er sich seine Fröhlichkeit bewahrt hat. Als sich die Tür öffnete, strahlten seine Augen wieder vor Freude. Seine kleine Stummelrute kam kaum hinterher und jede Minute Aufmerksamkeit schien für ihn etwas ganz Besonderes zu sein.

Es ist schwer zu verstehen, warum dieser Hund bisher keine passende Anfrage bekommen hat. Roccia gehört nicht zu den Hunden, die resignieren oder sich zurückziehen. Er genießt jede Abwechslung, jeden Kontakt und jeden Moment außerhalb seines Zwingers. Gerade deshalb tut es so weh, ihn immer wieder hinter Gittern zurücklassen zu müssen.

Denn auch die größte Lebensfreude kann ein Zuhause nicht ersetzen.

Wie bin ich?

Roccia ist ein kleiner Sonnenschein im Bretonen-Gewand. Mit seinen rund 39 cm Schulterhöhe bringt er eine angenehme Größe mit, ist aktiv, menschenbezogen und voller Charme.

Bei unseren Besuchen zeigte er sich freundlich, aufgeschlossen und sozial. Er sucht die Nähe zum Menschen, freut sich über gemeinsame Zeit und begegnet auch anderen Hunden offen. Seine positive Ausstrahlung fällt sofort auf. Roccia ist einer dieser Hunde, die einen mit ihrer guten Laune anstecken und deren fröhlicher Blick lange in Erinnerung bleibt. Typisch Bretone steckt in ihm außerdem ein kluger, lernfreudiger und aktiver Hund, der endlich wieder etwas erleben möchte. Schnüffeln, entdecken, lernen und gemeinsam mit seinen Menschen unterwegs sein. All das würde Roccia so gerne mit Begeisterung annehmen.

Was suche ich?

Für Roccia suchen wir Menschen mit Herz, Geduld und Freude an einem aktiven Begleiter. Menschen, die ihm die Zeit geben anzukommen und ihm zeigen, wie sich ein echtes Zuhause anfühlt.

Bei Roccia wurde Leishmaniose festgestellt. Die Erkrankung ist gut behandelbar und schränkt ihn aktuell nicht ein. Mit regelmäßigen Blutkontrollen, gegebenenfalls Allopurinol und einem möglichst stressarmen Alltag kann er ein glückliches und erfülltes Leben führen.

Nach all der Zeit im Tierheim wünschen wir uns endlich, dass Roccia gesehen wird. Nicht als Hund mit einer Diagnose. Nicht als einer von vielen. Sondern als das, was er ist – ein lebensfroher, liebenswerter Kerl, der sich seine Hoffnung auf ein Zuhause bis heute bewahrt hat.

Pflegestelle oder Endstelle – beides würde sein Leben verändern. Seine Koffer sind längst gepackt.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Roccia kann nach Deutschland ausreisen.

Geboren

ca. 01.01.2023

Alterskategorie

Erwachsene

Rasse

Bretonen-Mischling

Schulterhöhe

ca. 39 cm

Gewicht

Liegt nicht vor

Geschlecht

Männlich

Kastriert

Ja

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Leishmaniose positiv, Rest folgt nach Einreise

Krankheiten

Ja, siehe Mittelmeerkrankheiten

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

Canile Comunale Tortoli, Sardinien

Gesucht wird

Pflegestelle, Zuhause

Notfall

Ja

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Unbekannt

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Gerne

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Tanja Beer


Vermittlung Jagdhunde

Telefon: (0176) 45 67 84 38
E-Mail: tanja.beer@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Épagneul Breton (Bretone, Bretonischer Vorstehhund)

Reinrassige Bretonen

Geschichte bzw. Herkunft

Der Bretone stammt aus Frankreich, aus dem Herzen der Bretagne. Als relativ kleinen Vorsteher, sehr dem holländischen Kooikerhondje ähnelnd, würde man ihn von seinem Äußeren her eher zu den Stöberhunden zählen. Bereits der griechisch-römische Schriftsteller Oppian berichtete 200 n.Chr. von einem kleinen Jagdhund der Bretonen, der durch seinen außerordentlichen Geruchssinn allen anderen Jagdhunden überlegen war. Freunde der Rasse weisen auch immer wieder auf zahlreiche Darstellungen von Bretonen auf Gobelins und Gemälden des späten Mittelalters und der Renaissance hin. Jedoch meinen auch andere Nationalitäten, in diesen Abbildungen „ihre“ Rasse (Kooikerhondje, Zwergspaniel) zu erkennen. Es handelt sich einfach um einen kleinen, langhaarigen „Vogelhund“, der in Haltung, Farbe und Bewegung große Ähnlichkeit mit dem heutigen Bretonen hat und der damals beim Adel und den reichen Bürgern ein beliebter Jagdhund war. Anfang des 19. Jahrhunderts entstand durch Kreuzung mit Spaniels und Settern der Epagneul Breton, für den in seinem Ursprungsland Frankreich 1907 ein eigener Rassestandard erstellt wurde.

Rassebeschreibung
  • Gruppe: 7. Vorstehhunde
  • Sektion: 1.2 Kontinentale Vorstehhunde
  • Größe: Rüden 48 – 51cm, Hündinnen 47 – 50cm
Erscheinungsbild
  • Körper: Harmonischer Körperbau, kräftiges Knochengerüst, kompakt, stämmig aber nicht grob, eher im Quadrat stehend, recht elegant
  • Ohren: Hoch angesetzt, dreieckig, breit, eher kurz, teilweise von gewelltem Haar bedeckt, sehr beweglich
  • Augen: Leicht schräg, aufgeweckter, sanfter Ausdruck, leicht ovale Form, vollständig pigmentierte Augenlider, wobei die Farbe der Iris harmonisch zu der des Haarkleides passt
  • Nasenschwamm: Breit, feucht, gut geöffnete, weite Nasenlöcher, die Farbe soll zur Farbe des Haarkleides passen
  • Fang: Gerader Nasenrücken
  • Kiefer/Zähne: Komplettes Scherengebiss erwünscht
  • Rute: Hoch angesetzt, horizontal oder in leicht abfallender Linie getragen, oft-besonders bei der Arbeit- heftig wedelnd, auch Stummelrute oder fehlende Rute kommt vor
  • Haare: Auf dem Körper fein, nicht seidig, schlicht oder leicht gewellt, nie gekräuselt, am Kopf und an den Vorderseiten der Gliedmaßen kurz, die Hinterseiten der Gliedmaßen sind reich befedert
  • Farben: Weiß-orange, weiß-schwarz, weiß-braun, mit Scheckung in Form von unregelmäßigen Platten, bei dreifarbigen Hunden kommen lohfarbene Abzeichen hinzu (orange bis dunkel-falbfarben), eine schmale Blässe ist erwünscht, einfarbiges Haarkleid ist nicht zulässig
  • Gangwerk: Die verschiedenen Gangarten sind kraftvoll, regelmäßig und lebhaft, im Gelände ist der Galopp die bevorzugte Gangart
Rassespezifische Charakterzüge

Der Bretone ist ein vielseitig einsetzbarer Vorstehhund, der sich durch seine exzellente Nase, seine konzentrierte und weiträumige Feldsuche, sowie sein festes Vorstehen auszeichnet. Auch in der Arbeit nach dem Schuss hat er sich bewährt und er wird gelegentlich sogar zur Schweißarbeit eingesetzt.

Dank seines ausgeglichenen Wesens passt er sich unterschiedlichsten Situationen gut an. Er gilt als ausgeglichen und gesellig und hat sich überwiegend als leichtführig erwiesen. Außerdem ist er im Allgemeinen kinderfreundlich und kann bei entsprechender Auslastung auch als Familienhund gehalten werden.

Haltungsempfehlung

Wie jeder andere Hund auch, sollte der Bretone mit Geduld und Konsequenz erzogen werden, er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können .Er muss ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden. Idealerweise sollte ihm eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann, dazu eignet sich jede Art von Nasenarbeit.


Bretonen Mischlinge