Roccia – Mit Herz und Energie – bereit für Abenteuer!

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.


Was ist mir passiert?

Roccias Vergangenheit liegt im Dunkeln. Vermutlich war er – wie so viele Hunde seiner Rasse – ein Jagdhund, der auf Sardinien ausgesetzt oder zurückgelassen wurde, weil er den Ansprüchen seines Halters nicht genügte. Doch Roccia hat sich nicht aufgegeben.

Heute steht er da – etwa drei Jahre alt, mit einem offenen Blick und einem Herzen voller Lebensfreude. Trotz allem, was war, ist er neugierig, freundlich und voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Bei ihm wurde Leishmaniose festgestellt, eine chronische, aber gut behandelbare Mittelmeerkrankheit. Mit Medikamenten, regelmäßigen Kontrollen und ein wenig Aufmerksamkeit könnte er endlich das fröhliche, unbeschwerte Hundeleben führen, das ihm bisher verwehrt blieb – dafür braucht er nur eines: eine echte Chance.

Wo bin ich?

Seit dem 11.09.2024 lebt Roccia im Canile Tortoli – einem trostlosen Tierheim auf Sardinien. Bei unserem letzten Besuch im Oktober 2025 fanden wir ihn noch immer im selben kleinen Zwinger vor. Nichts hat sich verändert: Kein Platz zum Rückzug, kaum Bewegung, keine Perspektive. Und das Schlimmste – es gab bis heute keine einzige Anfrage für ihn.

Dabei wissen wir: Gerade für einen Hund mit Leishmaniose ist der permanente Stress im Tierheim besonders schädlich. Sein Körper braucht Ruhe, Stabilität und Fürsorge – Dinge, die es im Canile nicht gibt. Was Roccia jetzt dringend braucht, ist ein ruhiger Ort, liebevolle Menschen und ein Alltag ohne Stress. Ob als Endstelle oder auf Zeit in einer erfahrenen Pflegestelle – jede Veränderung wäre für ihn ein erster Schritt in ein besseres Leben.

Wie bin ich?

Roccia ist ein kleiner Sonnenschein im Bretonen-Gewand – etwa 39 cm groß, quirlig, lebensfroh und charmant. Bei unserem Besuch sprang er mit leuchtenden Augen aus dem Zwinger, seine kleine Stummelrute wackelte begeistert – ein Moment, der uns sehr berührt hat.

Er liebt den Kontakt zum Menschen, ist freundlich, neugierig und sozial – auch anderen Hunden begegnet er mit Aufgeschlossenheit. Roccia zeigt sich lernwillig, intelligent und aktiv – typisch Bretone. Er möchte endlich wieder die Welt erschnüffeln, Neues entdecken und gemeinsam mit „seinen“ Menschen durchs Leben gehen.

Für seine Entwicklung wären Nasenarbeit, Suchspiele oder auch der Besuch einer guten Hundeschule ideal. Roccia braucht Beschäftigung – nicht im Sinne von „immer mehr“, sondern in Form von sinnvoller Auslastung, die ihn geistig fordert und stärkt.

Was suche ich?

Menschen mit Hundeerfahrung, Herz und Geduld – Menschen, die verstehen, dass ein Hund wie Roccia Zeit braucht, um anzukommen, und dass Vertrauen wachsen darf. Ob Haus oder Wohnung, mit oder ohne Garten, ist dabei zweitrangig. Wichtig ist, dass er Bewegung, Struktur und liebevolle Führung bekommt – und die Chance, endlich zur Ruhe zu kommen.

Seine Leishmaniose bedeutet keinen Verzicht auf Lebensqualität. Was er braucht, ist überschaubar: zwei Blutuntersuchungen im Jahr, ggf. Allopurinol (dann bitte purinarme Ernährung), passende Nahrungsergänzungsmittel und ein stressarmer Alltag.

Roccia ist bereit – für Vertrauen, Geborgenheit und ein echtes Zuhause.
Pflegestelle oder Endstelle – jede Form von Zuwendung wäre für ihn ein Wendepunkt.

Wenn Roccia dein Herz berührt, melde dich bei uns. Gemeinsam können wir ihm zeigen, dass es auch ein Leben jenseits des Zwingers gibt.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Roccia kann nach Deutschland ausreisen.

Geboren

ca. 01.01.2023

Alterskategorie

Erwachsene

Rasse

Bretonen-Mischling

Schulterhöhe

ca. 39 cm

Gewicht

Liegt nicht vor

Geschlecht

Männlich

Kastriert

Nein

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Leishmaniose positiv, Rest folgt nach Einreise

Krankheiten

Ja, siehe Mittelmeerkrankheiten

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

Canile Comunale Tortoli, Sardinien

Gesucht wird

Pflegestelle, Zuhause

Notfall

Ja

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Unbekannt

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Gerne

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Tanja Beer


Vermittlung Jagdhunde

Telefon: (0176) 45 67 84 38
E-Mail: tanja.beer@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Épagneul Breton (Bretone, Bretonischer Vorstehhund)

Reinrassige Bretonen

Geschichte bzw. Herkunft

Der Bretone stammt aus Frankreich, aus dem Herzen der Bretagne. Als relativ kleinen Vorsteher, sehr dem holländischen Kooikerhondje ähnelnd, würde man ihn von seinem Äußeren her eher zu den Stöberhunden zählen. Bereits der griechisch-römische Schriftsteller Oppian berichtete 200 n.Chr. von einem kleinen Jagdhund der Bretonen, der durch seinen außerordentlichen Geruchssinn allen anderen Jagdhunden überlegen war. Freunde der Rasse weisen auch immer wieder auf zahlreiche Darstellungen von Bretonen auf Gobelins und Gemälden des späten Mittelalters und der Renaissance hin. Jedoch meinen auch andere Nationalitäten, in diesen Abbildungen „ihre“ Rasse (Kooikerhondje, Zwergspaniel) zu erkennen. Es handelt sich einfach um einen kleinen, langhaarigen „Vogelhund“, der in Haltung, Farbe und Bewegung große Ähnlichkeit mit dem heutigen Bretonen hat und der damals beim Adel und den reichen Bürgern ein beliebter Jagdhund war. Anfang des 19. Jahrhunderts entstand durch Kreuzung mit Spaniels und Settern der Epagneul Breton, für den in seinem Ursprungsland Frankreich 1907 ein eigener Rassestandard erstellt wurde.

Rassebeschreibung
  • Gruppe: 7. Vorstehhunde
  • Sektion: 1.2 Kontinentale Vorstehhunde
  • Größe: Rüden 48 – 51cm, Hündinnen 47 – 50cm
Erscheinungsbild
  • Körper: Harmonischer Körperbau, kräftiges Knochengerüst, kompakt, stämmig aber nicht grob, eher im Quadrat stehend, recht elegant
  • Ohren: Hoch angesetzt, dreieckig, breit, eher kurz, teilweise von gewelltem Haar bedeckt, sehr beweglich
  • Augen: Leicht schräg, aufgeweckter, sanfter Ausdruck, leicht ovale Form, vollständig pigmentierte Augenlider, wobei die Farbe der Iris harmonisch zu der des Haarkleides passt
  • Nasenschwamm: Breit, feucht, gut geöffnete, weite Nasenlöcher, die Farbe soll zur Farbe des Haarkleides passen
  • Fang: Gerader Nasenrücken
  • Kiefer/Zähne: Komplettes Scherengebiss erwünscht
  • Rute: Hoch angesetzt, horizontal oder in leicht abfallender Linie getragen, oft-besonders bei der Arbeit- heftig wedelnd, auch Stummelrute oder fehlende Rute kommt vor
  • Haare: Auf dem Körper fein, nicht seidig, schlicht oder leicht gewellt, nie gekräuselt, am Kopf und an den Vorderseiten der Gliedmaßen kurz, die Hinterseiten der Gliedmaßen sind reich befedert
  • Farben: Weiß-orange, weiß-schwarz, weiß-braun, mit Scheckung in Form von unregelmäßigen Platten, bei dreifarbigen Hunden kommen lohfarbene Abzeichen hinzu (orange bis dunkel-falbfarben), eine schmale Blässe ist erwünscht, einfarbiges Haarkleid ist nicht zulässig
  • Gangwerk: Die verschiedenen Gangarten sind kraftvoll, regelmäßig und lebhaft, im Gelände ist der Galopp die bevorzugte Gangart
Rassespezifische Charakterzüge

Der Bretone ist ein vielseitig einsetzbarer Vorstehhund, der sich durch seine exzellente Nase, seine konzentrierte und weiträumige Feldsuche, sowie sein festes Vorstehen auszeichnet. Auch in der Arbeit nach dem Schuss hat er sich bewährt und er wird gelegentlich sogar zur Schweißarbeit eingesetzt.

Dank seines ausgeglichenen Wesens passt er sich unterschiedlichsten Situationen gut an. Er gilt als ausgeglichen und gesellig und hat sich überwiegend als leichtführig erwiesen. Außerdem ist er im Allgemeinen kinderfreundlich und kann bei entsprechender Auslastung auch als Familienhund gehalten werden.

Haltungsempfehlung

Wie jeder andere Hund auch, sollte der Bretone mit Geduld und Konsequenz erzogen werden, er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können .Er muss ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden. Idealerweise sollte ihm eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann, dazu eignet sich jede Art von Nasenarbeit.


Bretonen Mischlinge