Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.
Was ist mir passiert?
Über Pongos Vergangenheit wissen wir nur wenig. Doch eines zeigt er jedem Menschen, der ihm begegnet: Dieser große Rüde trägt eine tiefe Liebe zu uns Zweibeinern in sich. Seine offene, vertrauensvolle Art lässt vermuten, dass er einmal Teil eines menschlichen Alltags war – vielleicht geliebt, vielleicht geduldet, vielleicht irgendwann vergessen.
Warum er heute im Tierheim sitzt, bleibt ein trauriges Rätsel. Doch seine Augen erzählen von Sehnsucht, von der Hoffnung auf Nähe und von dem Wunsch, wieder zu jemandem zu gehören. Pongo ist kein Hund, der alleine durchs Leben gehen möchte – er wartet auf ein Zuhause, das ihm wieder Bedeutung schenkt.
Wo bin ich?
Derzeit lebt Pongo im Canile Comunale Tortolì auf Sardinien – einem Ort, der zwar Schutz bietet, aber kein wirkliches Leben ermöglicht. Viel zu viele Hunde teilen sich die begrenzten Ressourcen, und für jeden einzelnen bleibt kaum Zeit, kaum Raum, kaum Ruhe.
Pongo sitzt allein in seinem Zwinger und darf nur einmal täglich für ein paar Minuten nach draußen. Für einen aktiven, menschenbezogenen Hund ist das eine enorme Belastung. Die Geräuschkulisse, der Stress, der Mangel an Bewegung – all das zehrt sichtbar an ihm. Seine kurzen Ausflüge sind für ihn wie kleine Atempausen im grauen Alltag.
Wir wünschen ihm von Herzen einen Platz, an dem er endlich aufblühen darf – mit Wiesen unter den Pfoten, Menschen an seiner Seite und einem Leben, das ihm gerecht wird.
Wie bin ich?
Pongo ist ein beeindruckender Rüde – kräftig, vital und voller Ausdruck. Ein „DoKö“, wie wir ihn liebevoll nennen: ein Dorfhund mit Geschichte, mit Charakter, mit einem Mix aus allem, was das Leben ihm mitgegeben hat. Vielleicht Schäferhund, vielleicht andere aktive und kluge Rassen – am Ende ist er vor allem eines: einfach Pongo.
Obwohl er auf inzwischen knapp neun Jahre geschätzt wird, trägt er die Energie und Lebensfreude eines deutlich jüngeren Hundes in sich. Bewegung ist sein Element, und wer ihn über die Freifläche laufen sieht, spürt seine innere Kraft.
Bei unserem letzten Besuch im Oktober 2025 begegnete er den kleinen Neuankömmlingen Pippa und Pippo ruhig und aufmerksam – selbst Pippas aufgeregtes Kläffen, als er wedelnd vor ihrem Zwinger stand, ließ ihn gelassen bleiben. In einer anderen Situation, als ein größerer, unkastrierter Rüde im Freilauf war und Pongo sich im Zwinger befand, reagierte er allerdings angespannt. Inzwischen wurde Pongo kastriert. Ob sich sein Verhalten gegenüber Rüden dadurch verändert, bleibt abzuwarten und kann derzeit noch nicht zuverlässig eingeschätzt werden. Mit einer souveränen, sozial sicheren Hündin an seiner Seite können wir uns jedoch gut vorstellen, dass ein harmonisches Zusammenleben möglich ist.
Menschen gegenüber ist Pongo eine wahre Freude. Er sucht unseren Kontakt, ist freundlich, offen – manchmal auch herrlich überschwänglich. Seine Begeisterung ist groß, seine Zärtlichkeit ehrlich, seine Kraft dabei noch ungebremst. Er braucht jemanden, der ihn lenkt, ohne ihn kleinzuhalten.
Was suche ich?
Pongo sucht Menschen, die ihm zeigen, wie sich echtes Ankommen anfühlt. Menschen, die bereit sind, mit ihm gemeinsam zu lernen, ihm Orientierung zu geben und ihm Zeit zu schenken, sich im häuslichen Umfeld einzufinden.
Er braucht ein aktives, liebevolles Zuhause, das seine Energie in gute Bahnen lenkt – mit Spaziergängen, geistiger Auslastung, vielleicht sogar Hundesport. Eine Hundeschule wäre für ihn und seine neuen Menschen eine wertvolle Unterstützung.
Wer sich auf Pongo einlässt, bekommt keinen perfekten Hund. Aber er bekommt einen Hund, der mit jeder Faser versucht, zu gefallen und zu vertrauen – einen Hund, der sein Herz verschenkt, wenn man es ihm nur anbietet.
Pongo ist längst bereit für seine zweite Chance. Er wartet darauf, endlich die Welt außerhalb seines Zwingers zu entdecken und mit dir ein neues Kapitel zu beginnen – voller Bewegung, Freude und echter Verbundenheit.
Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Pongo kann nach Deutschland ausreisen.
Rassebeschreibung 1
Wir stellen vor: Schäferhund
Reinrassige Schäferhunde

Geschichte bzw. Herkunft
Die Vorfahren des Deutschen Schäferhundes gehen auf kurz- und stockhaarige Schläge von Hütehunden aus Deutschland zurück, wie sie Ende des 19. Jahrhunderts auch in vielen Gegenden Europas vorkamen und sich auch dort zu eigenen Rassen entwickelt haben. Sie alle waren keine reinen Hütehunde, hatten zwar die Aufgabe, die Herden zu treiben, sollten aber auch das Hab und Gut der Hirten bewachen und beschützen. Der Deutsche Schäferhund geht vor allem auf die süddeutschen Schläge aus Thüringen und Württemberg zurück.
Als Begründer dieser Rasse gilt Max von Stephanitz, der von diesem Hundetyp schlichtweg begeistert war. So kaufte er am 15. Januar 1898 von einem Züchter aus Frankfurt den dreijährigen “Hektor von Linksrhein”, den er in “Horand von Grafrath” umbenannte, der erste im Zuchtbuch des Vereins für deutsche Schäferhunde (SV) eingetragene Deutsche Schäferhund. Dieser und sein Bruder “Luchs von Sparwasser” sind die Stammväter der Rasse, von denen die meisten Deutschen Schäferhunde abstammen. Als Stammmutter gilt die Hündin “Mari von Grafrath”.
Ein erster Hunderassestandard entstand 1891, in dem Max von Stephanitz die Hunderasse in drei Klassen dividierte: lang-, rau- und glatthaarige Schäferhunde.
Rassebeschreibung
- FCI Standard: Nr. 201
- Gruppe: 1. Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
- Sektion: 1. Schäferhunde
- Farbe: Schwarz, schwarz mit braun, grau (weiß ist vom SV nicht anerkannt)
- Fell: Stockhaar oder Langstockhaar
- Widerristhöhe: Rüden: 60 – 65 cm, Hündin: 55 – 60cm
Körperform
Der Deutsche Schäferhund ist mittelgroß, kräftig und stark bemuskelt, sollte jedoch niemals schwerfällig dabei wirken. Er ist eher länger als hoch, wobei der Widerrist den höchsten Punkt des Rückens bildet.
Der Körperbau sollte trocken sein, ohne Fett oder loses Bindegewebe, mit sich klar abzeichnenden Muskeln. Der Brustkorb ist tief und gut gewölbt. Die Winkelung der Gliedmaßen bietet den größtmöglichen Schritt. Die Hinterhand greift dabei bis über die Körpermitte vor und gibt so größtmöglichen Schub von hinten. Der Deutsche Schäferhund ist ein ausdauernder Traber.
Die Kopfform ist keilförmig, die Kopfgröße steht in gutem Verhältnis zum restlichen Körper. Die Stirn ist nur wenig gewölbt, der Nasenrücken gerade. Zugelassen ist ausschließlich eine schwarze Nase. Die Lippen sind straff, trocken, dunkel gefärbt und schließen gut.
Der Deutsche Schäferhund hat Stehohren, deren Größe im guten Verhältnis zum Kopf stehen sollte. Sie werden aufrecht und nach vorne gerichtet getragen. Die Augen sind in jedem Falle dunkel und etwas schrägliegend. Es sollte stets der Eindruck von Aufmerksamkeit erweckt werden.
Die Rute wird sichelförmig und herabhängend getragen. Die Pfoten sind rundlich und kurz, auch die Krallen sind kurz und kräftig. Sowohl Krallen als auch Ballen sind von dunkler Farbe.
Arbeitseinsatz
Der Schäferhund ist aufgrund seiner Intelligenz und seines ruhigen, aber sehr aufmerksamen Wesens ein absoluter Allrounder im Alltag und im Dienst. Er eignet sich bei entsprechender Auslastung hervorragend als Sport- und Familienhund, er ist aber auch ein beliebter Dienst- und Schutzhund, Rettungs- und Therapiehund, Blindenführhund, Hütehund.
Fitness-Ansprüche
Der Schäferhund ist ein Ausdauerkünstler und bedarf ausreichender Bewegung. Zudem muss seine Intelligenz gefordert und gefördert werden durch Hundesport und kopfmäßige Auslastung. Hier stehen ihm alle Sparten des Sports offen.
Rassespezifische Charakterzüge
Der Schäferhund ist bei entsprechender Sozialisierung ein absolut sozialer Hund, der sich mit anderen Tieren sehr gut versteht.
Er verfügt über ein festes Wesen, Angst sollte er nicht zeigen. Vielmehr sollte er aufmerksam und neugierig an neue Sachen herangehen.
Der Schäferhund neigt aufgrund seiner Hütehund- und Beschützervergangenheit zu Kontrollverhalten. Er möchte gerne alles überblicken und zu allem sein Einverständnis geben. Dies muss durch konsequente, aber keinesfalls grobe Hand im Rahmen gehalten werden. Die Rasse ist im Gegenteil sehr leichtführig und mit leisen Worten zu erziehen, wenn man Zugang zu ihr gefunden hat. Denn Schäferhunde verfügen über einen unglaublichen will to please, also dem Willen, seinem Menschen zu gefallen.
Haltungsempfehlung
Der Schäferhund sollte im Haus mit Garten gehalten werden und ist auch gut für Familien geeignet. Leider sieht man nach wie vor häufig Zwingerhaltung, die jedoch abzulehnen ist. Wie jeder andere Hund möchte der Schäferhund bei seiner Familie sein.
Insgesamt ist er eher für erfahrene Hundehalter empfehlenswert, da er über einen starken Charakter verfügt und teilweise zu Kontrollverhalten neigt. Bei richtiger Haltung und Erziehung ist er jedoch ein sehr sozialer und leichtführiger Begleiter.
Schäferhund Mischlinge
