Alle Angaben entsprechen den Angaben der Pflegestelle. Alle Hunde wurden einmalig einem Tierarzt vorgestellt zur Blutprobenabnahme für den Mittelmeercheck. Hier erhält der Hund einen Erstcheck (Ohren, Augen, Zähne, etc.). Alter und Größen- sowie Gewichtsangabe können abweichen. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich. Sie adoptieren Second-Hand-Hunde, die vorher kein Familienleben kannten und auf den Straßen ums Überleben gekämpft haben, dies hinterlässt oft psychische Spuren und körperliche Defizite.
Was ist mir passiert?
Gemeinsam mit Condor lebte Mowgli bei einer älteren Dame. Die beiden Retriever-Spinone-Mischlinge kannten ein Zuhause, menschliche Nähe und Geborgenheit. Als ihre Besitzerin verstarb, verloren sie jedoch alles und kamen Ende Januar 2026 ins Canile Comunale Tortolì auf Sardinien.
Gerade für Mowgli war das Leben hinter Gittern besonders schwer. Bei unserem Besuch im April hat er uns sehr berührt, denn wir konnten sehen, wie sehr er unter der Situation litt. Zum Glück durfte er Ende Juli auf eine Pflegestelle nach Deutschland ausreisen.
Für ihn beginnt nun ein ganz neues Kapitel. Nur Condor muss leider immer noch weiter im Canile warten.
Wo bin ich?
Auf seiner Pflegestelle ist Mowgli gut angekommen und darf dort jetzt nach und nach entdecken, wie schön ein normales Hundeleben sein kann. Viele Dinge sind für ihn noch neu und er muss die vielen Eindrücke erstmal lernen zu verarbeiten. Er macht täglich Fortschritte und man merkt, wie wohl er sich fühlt und wie sehr er es genießt, wieder Nähe, Aufmerksamkeit und Geborgenheit zu haben.
Wie bin ich?
Ein junger, freundlicher und manchmal vielleicht noch etwas chaotischer Hund, aber mit einem ganz großen Herzen. Als Retriever- und Spinone-Mischling bringt er viele schöne Eigenschaften mit. Er ist menschenbezogen, lernfreudig, aufmerksam und sensibel. Er möchte etwas mit seinen Menschen erleben und beschäftigt werden. Ob bei ausgedehnten Spaziergängen, beim Joggen oder bei gemeinsamer Nasenarbeit, Mowgli wäre sicher gerne dabei. Besonders schön ist es auch zu sehen, wie sehr er die Nähe zu seinen Menschen genießt. Kuscheln, streicheln und einfach dabei sein – das findet er richtig toll und kann davon eigentlich zu jeder Tages- und Nachtzeit gar nicht genug bekommen. Auch mit anderen Hunden zeigt Mowgli sich bisher ausgesprochen freundlich und sozial. Besonders mit kleineren Hunden geht er sehr charmant und vorsichtig um.
Mowgli entdeckt gerade seine neue Welt und hat dabei viel Freude. Erste Versuche mit Nasenarbeit gefallen ihm gut und auch seine erste Autofahrt hat er prima gemeistert. Er ist von Anfang an stubenrein und zeigt zuverlässig an, wenn er nach draußen muss.
Was suche ich?
Mowgli sucht Menschen mit Hundeerfahrung oder engagierte Anfänger, die Freude daran haben, einen jungen Hund liebevoll und souverän auf seinem weiteren Weg zu begleiten. Er braucht Menschen, die ihm Sicherheit und Orientierung geben und ihm helfen, nach und nach zu lernen, zur Ruhe zu kommen und mit neuen Eindrücken umzugehen. Ein souveräner Ersthund könnte für Mowgli hierbei durchaus eine schöne Unterstützung sein. Kleine Kinder können wir uns dagegen noch nicht so gut in seinem neuen Zuhause vorstellen, da ihn die damit verbundene Unruhe vermutlich aktuell noch zu sehr überfordern würde.
Mowgli ist bereit für sein neues Leben – jetzt fehlt ihm nur noch das passende Zuhause, in dem er ankommen und lernen darf, was es heißt, wirklich zu Hause zu sein.
Wir vermitteln bundesweit, wenn du dazu bereit bist, Mowgli auf der Pflegestelle kennenzulernen und abzuholen.
Ansprechpartner
Tanja Beer

Vermittlung Jagdhunde
Telefon: (0176) 45 67 84 38
E-Mail: tanja.beer@streunerherzen.com

Rassebeschreibung 2
Wir stellen vor: Spinone Italiano
Reinrassige Spinoni Italiani

Geschichte bzw. Herkunft
Es wird vermutet, dass die Rasse im italienischen Piemont ihren Ursprung hat und man geht davon aus, dass es sich um einen der ältesten Vorstehhunde handelt. So ist dieser Hundetyp schon auf der Wandmalerei von Andrea Mantegna „Die Rückkehr der Kardinals Gonzaga (1450)“ und auf einem Gemälde von Annibale Carracci (1560 bis 1609) zu finden. Jacques Espée de Selincourt schreibt 1683 in seinem Buch Le Parfait Chasseur (Der perfekte Jäger), dass die besten Griffons aus Italien und Piemont kommen und nimmt dabei Bezug auf den Spinone. Gerade weil es sich um eine alte Rasse handelt, sind die Ursprünge unklar und es gibt verschiedene Theorien, die weit auseinander liegen. Tale, ein Kynologe aus dem 16. Jahrhundert, vermutet die Herkunft des Spinone in der Verbindung von russischen Griffons mit dem Bracco Italiano. Eine andere Theorie vermutet die Herkunft bei einem inzwischen ausgestorbenen spanischen Vorstehhund.
Während des Zweiten Weltkriegs starb der Spinone fast aus. Dabei spielte auch die Tatsache eine Rolle, dass viele italienische Jäger begannen mit anderen Vorstehhunden zu jagen, die aus dem Ausland kamen – wie Setter, Pointer oder Deutsch Drahthaar. Im Gegenzug wurde der Spinone auch in andere Länder exportiert, so dass sich die Zuchtpopulation erholte.
Rassebeschreibung
- FCI Gruppe 7: Vorstehhunde
- Sektion 1: Kontinentale Vorstehhunde
- Größe: Rüden 60 – 70cm, Hündinnen 58 – 65cm
- Gewicht: Rüden 32 – 37kg, Hündinnen 28 – 30kg
Erscheinungsbild
- Hund von kräftigem, derbem und widerstandsfähigem Körperbau mit kräftigen Knochen, gut entwickelter Muskulatur und einer rauen Behaarung. Wichtige Proportionen: Sein Körperbau ist nahezu quadratisch. Die Rumpflänge entspricht der Widerristhöhe, mit einer Toleranz von 1 bis 2cm mehr Rumpflänge. Die Länge des Kopfes entspricht 4/10 der Widerristhöhe; seine Breite beträgt, in Höhe des Jochbeinbogens gemessen, weniger als die Hälfte seiner Länge. Die Lende misst in der Länge etwas weniger als ein Fünftel der Widerristhöhe.
- Haar: Länge am Körper: 4 bis 6cm, kürzer am Fang, Kopf, Ohren, Vorderseiten der Gliedmaßen und auf den Pfoten. Auf der Rückseite der Gliedmaßen ist das Haar bürstenartig, zeigt aber nie Fransen. Lange und steife Haare zieren die Augenbrauenbogen und die Lefzen; sie bilden dabei dichte Augenbrauen, Schnurrbart und Kinnbart. Das Haar ist steif, hart, dicht und eher anliegend. Es gibt keine Unterwolle.
Rassespezifische Charakterzüge
Der Spinone Italiano ist eine sanfte, tolerante und gesellige Hunderasse, der ein unterhaltsamer Gefährte ist und menschliche Gesellschaft liebt – sei es beim Spiel im Garten oder wenn er nach einem langen Spaziergang zufrieden zu deinen Füßen liegt. Ein aktives Zuhause, das ihm viel Bewegung an der frischen Luft bietet, ist unerlässlich.
Naturgemäß umgänglich, gelehrig und geduldig, der Spinone ist ein erfahrener Jäger in allen Gebieten; unermüdlich geht er bereitwillig ins dornige Unterholz oder wirft sich ins kalte Wasser. Er besitzt eine bemerkenswerte Veranlagung zum starken und schnellen Trab; von Natur aus ist er ein hervorragender Apportierhund.
Haltungsempfehlung
Der Spinone Italiano ist zwar ein umgänglicher, freundlicher und ruhiger Hund, wenn er gut ausgelastet ist, muss aber trotzdem konsequent und mit viel Geduld erzogen werden. Wenn dies geschieht, so lässt er sich leicht führen. Wer diesen Hund nicht richtig erzieht, läuft Gefahr, dass der Spinone macht was er will und dass sein Sturkopf mehr und mehr zum Vorschein kommt.
Besonders wichtig ist es bei dieser Rasse, ein enges Vertrauensverhältnis zum Hund aufzubauen und ihm klarzumachen, dass der Mensch führt. Für Anfänger eignet sich dieser Hund, wenn sie es schaffen, ihm die entsprechende Erziehung zukommen zu lassen.
Ein Spinone Italiano sollte auf dem Land in einem Haus mit Nähe zur Natur gehalten werden, da er sich viel und frei bewegen muss. Er hält sich am liebsten im Freien auf und sollte viel Auslauf bekommen. Zudem ist vor allem in jungen Jahren wichtig, dass der Hund eine Beschäftigung erhält, die seine Instinkte fordert. Der Garten des Spinone sollte gut gesichert sein, denn dieser italienische Vorstehhund wird aufgrund seines Jagdtriebs dazu neigen, sich allein auf die Jagd zu begeben, wenn er die Möglichkeit dazu bekommt.
Der Spinone Italiano als klassischer Jagdhund benötigt viel Bewegung und sollte entsprechend seiner stark ausgeprägten Instinkte gefördert und beschäftigt werden. Das heißt, dass für diesen Hund am besten Beschäftigungen in Frage kommen, die der Jagd möglichst ähnlich sind. Ein Spinone wird mit großer Motivation auf der Fährte seine gute Nase einsetzen und alle Gegenstände finden, anzeigen und apportieren, die er suchen soll. Genauso wird er beim Mantrailing sehr erfolgreich sein können und den zu suchenden Menschen wahrscheinlich in Rekordgeschwindigkeit aufspüren. Natürlich ist ein Spinone Italiano aber auch ein ausgezeichneter Begleiter bei bewegungsintensiven Aktivitäten, wie Wandern, Joggen oder Fahrrad fahren.
Gesundheit – Lebenserwartung
Der Spinone Italiano hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 Jahren. Es handelt sich also um eine robuste Hunderasse mit guter Gesundheit.
Der Spinone Italiano neigt als sehr aktiver Hund nicht zu Übergewicht. Gegen Kälte und Nässe ist er aufgrund seines rauen Fells recht gut gewappnet, Hitze verträgt der Vorstehhund wie die meisten anderen auch eher nicht so gut.
Spinone Italiano Mischlinge
