Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.
Was ist mir passiert?
Lola wurde gemeinsam mit ihren beiden Söhnen Cino und Cocco auf Sardinien gefunden. Die kleine Familie hatte keinen geschützten Ort und musste sich alleine durchs Leben schlagen, bis sie eingefangen und in Sicherheit gebracht wurde. Seitdem lebt Lola im Canile Tortolì.
Lola ist selbst erst etwa 15 Monate alt – also eigentlich noch fast ein „großes Hundekind“ – und musste doch schon Verantwortung für ihren Nachwuchs übernehmen. Trotz ihres jungen Alters hat sie sich liebevoll um ihre Welpen gekümmert. Nun ist es an der Zeit, dass auch sie endlich Fürsorge, Geborgenheit und Stabilität erleben darf.
Wo bin ich?
Lola lebt aktuell im Canile Tortolì auf Sardinien. Dort teilt sie sich ihren Zwinger mit Leyla, mit der sie sich sehr gut versteht. Sie zeigt sich sozial und verträglich, was das Zusammenleben mit anderen Hunden betrifft. Dennoch ersetzt ein Tierheim kein eigenes Zuhause – gerade für eine so junge Hündin nicht.
Wie bin ich?
Lola ist eine freundliche, aufgeschlossene und menschenbezogene Hündin. Sie freut sich über Besuch und genießt Streicheleinheiten sehr. Man merkt ihr an, dass in ihr eigentlich noch eine junge, unbeschwerte Hündin steckt.
Mit etwa 42 cm Schulterhöhe ist sie eher zart gebaut. Aufgrund ihrer gestromten Fellzeichnung vermuten wir, dass möglicherweise ein Fonnese in ihr stecken könnte – sicher wissen wir das jedoch nicht. Wie so viele sardische Hunde ist sie vermutlich eine ganz eigene Mischung.
Trotz ihrer bisherigen Erfahrungen bringt sie Offenheit und Lebensfreude mit. Sie scheint bereit zu sein, sich auf „ihre“ Menschen einzulassen und eine enge Bindung aufzubauen.
Was suche ich?
Für Lola suchen wir ein liebevolles Zuhause, in dem sie endlich einfach Hund sein darf. Nach der frühen Verantwortung als Mama soll nun ihre eigene Jugend beginnen – mit Spiel, gemeinsamen Entdeckungen und ganz viel Zuwendung.
Auch wenn sie offen und freundlich ist, wird der Umzug nach Deutschland für sie eine große Umstellung sein. Neue Geräusche, Alltagsabläufe und Umweltreize muss sie Schritt für Schritt kennenlernen dürfen. Geduld, Einfühlungsvermögen und eine klare, liebevolle Führung sind dabei besonders wichtig.
Wir wünschen uns Menschen, die verstehen, dass Lola trotz ihrer Mutterrolle selbst noch sehr jung ist und entsprechend begleitet werden möchte. Struktur, positive Bestärkung und der Besuch einer Hundeschule werden ihr helfen, sich zu einer sicheren, ausgeglichenen Begleiterin zu entwickeln.
Lola hat in ihrem jungen Leben bereits viel Verantwortung getragen. Jetzt soll sie ankommen dürfen – geliebt, umsorgt und ohne Sorgen. Wenn du ihr zeigen möchtest, wie schön ein behütetes Hundeleben sein kann, dann freut sich Lola auf deine Nachricht.
Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Lola kann nach Deutschland ausreisen.
Ansprechpartner
Ines Paschmanns

Vermittlung Herdenschutzhunde
Telefon: (0152) 34 22 19 40
E-Mail: ines.paschmanns@streunerherzen.com

Rassebeschreibung
Wir stellen vor: Pastore Fonnese
Reinrassige Pastore Fonnese

Geschichte bzw. Herkunft
Die Geschichte der Rasse reicht weit zurück. Es heißt, dass der Pastore Fonnese aus einem kleinen sardischen Dorf namens Fonni stammt. Der am höchsten gelegene Ort in Sardinien, an den Hängen des Gennargentu, im Herzen der Insel und umgeben von jahrhundertealten Wäldern und prähistorischen Funden, ist das sardische Skigebiet schlechthin. Dort soll der sardische Schäferhund seinen Ursprung gefunden haben. Er wurde nicht nur zum Bewachen, Dirigieren und Lenken von Nutztieren, sondern auch im Krieg vom Militär eingesetzt. Mittlerweile sind die Hunde auf der ganzen Insel zu finden und werden ab und an sogar zur Wildschweinjagd eingesetzt. Vom FCI ist die Rasse nicht anerkannt.
Im Jahr 2016 ergab eine genomische Studie, dass der Pastore Fonnese mit Windhund- und Molosser Rassen aus dem östlichen und südlichen Mittelmeerraum in Verbindung gebracht wird.
Rassebeschreibung
- Größe: Zwischen 52cm und 60cm
Erscheinungsbild
- Fellfarben: Grau, schwarz, gestromt, braun oder weiß.
- Wetterfestes, eher rauhaariges Fell mit kräftiger Unterwolle. Das Haar an Kopf und Hinterteil ist typischerweise kurz, während das im Gesicht um die Augen herum länger ist und um die Schnauze und das Kinn eine bartartige Länge hat. Rüden haben ein längeres und dickeres Fell um den Hals, das eine Mähne bildet.
- Ein typisches Merkmal der Rasse ist der feurige Ausdruck der Augen, deren Position im Gegensatz zu anderen Hunderassen völlig frontal ist, was dem Hund ein einzigartiges Aussehen verleiht.
Rassespezifische Charakterzüge
Der Pastore Fonnese gilt als sehr charakterstark. Er hat ein lebhaftes und aktives Temperament und zeigt Mut und Intelligenz. Weil er territorial und wachsam ist, hält er stets seine Umgebung aufmerksam im Blick. Mit Misstrauen begegnet er Fremden und zeigt sich abwartend. Seinem Besitzer gegenüber ist er absolut treu, liebevoll und gehorsam, sofern dieser den starken Charakter und die Würde des Hundes respektiert und die freundliche, partnerschaftliche Kooperation fördert. Der Pastore Fonnese neigt dazu, sich einer bestimmten Person eng anzuschließen. Es wird berichtet, dass die Hunde verschiedene Lautäußerungen, die an Knurren erinnern können, und spontanes Pfote geben benutzen, um ihrem Besitzer ihre Wahrnehmungen mitzuteilen. Es heißt, dass der Hirte daran ablesen kann, welches Tier oder welche Gefahr sich in der Nähe befindet. Auch richten viele dieser Hunde sich gerne spielerisch oder freundschaftlich auf die Hinterbeine auf.
Haltungsempfehlung
Wer Freude an aktiver Freizeitgestaltung mit seinem Hund hat und offen für verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten ist, findet in einem Pastore Fonnese den richtigen Partner. Neben aktiver Bewegung kann man mit dem Pastore Fonnese auch Mantrailing, Longieren oder ähnliche Arbeiten durchführen. Er schätzt sowohl die körperliche als auch die geistige Auslastung sehr. Untätigkeit und Langeweile liegen ihm überhaupt nicht.
Zu beachten ist aber auch, dass diese Hunderasse als Wach- und Schutzhund und zur Wildschweinjagd dient. Die Hunde verfügen über sehr feine Sinne und können im falschen Umfeld überempfindlich auf Umweltreize reagieren. Es liegt nicht in ihrer Natur, offen auf Fremde zuzugehen oder sich ständig neuen und wechselnden Situationen zu stellen.
Deshalb ist ein ländliches Zuhause ideal. Im städtischen Umfeld würde der Hund aufgrund der Reizintensität und vieler fremder Menschen und Artgenossen überfordert werden. Hundeerfahrung und Sensibilität sind ein Muss, um die Signale des Hundes richtig deuten und für die Ausbildung nutzen zu können.
Das Wach- und Schutzverhalten, das sich darin äußern kann, sowohl den Besitz als auch den Besitzer zu verteidigen, sollte im besten Fall geschätzt, respektiert und in akzeptable Bahnen gelenkt werden. Es sollte aber zumindest nicht als übermäßig störend empfunden werden und es sollte keinesfalls, bewusst oder unbewusst, gefördert werden.
Pastore Fonnese Mischlinge
