Diki – Von Null auf Herz

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.


Was ist mir passiert?

Diki hatte das Pech, als Jagdhund auf Sardinien geboren zu werden und irgendwann nicht mehr gebraucht zu werden. So landete er bei einem Jäger im Zwinger und wartete dort auf eine Zukunft, die nie zu kommen schien.

Zum Glück erfuhr eine engagierte Tierschützerin von seinem Schicksal und brachte ihn zu Patricia in die Hundepension Oasi del Cane. Dort begann für Diki die Hoffnung auf ein besseres Leben.

Wo bin ich?

Aktuell lebt Diki auf Sardinien in einer Hundepension. Dort ist er in Sicherheit und wird versorgt, doch sein Alltag spielt sich überwiegend im Zwinger ab. Die kurzen Gassigänge und wenigen Momente außerhalb seines Geheges sind die Höhepunkte seines Tages.

Gelegentlich darf er für kurze Zeit Hausluft schnuppern, um erste Erfahrungen mit Fliesenböden oder Alltagsgeräuschen zu sammeln. Viel mehr Kontakt zum normalen Familienleben kennt er bislang jedoch nicht.

Umso trauriger ist es, einen jungen Hund voller Energie und Lebensfreude so auf sein Leben warten zu sehen. Statt die Welt zu entdecken, verbringt er die meiste Zeit hinter Gittern und wartet darauf, dass seine Familie ihn endlich findet.

Wie bin ich?

Diki ist ein wunderschöner Settertyp mit einer Ausstrahlung, die man kaum in Worte fassen kann. Wer Setter liebt, wird vermutlich schon beim ersten Blick auf seine Fotos dahinschmelzen. Seine freundlichen Augen, seine fröhliche Art und seine Lebensfreude erinnern an all das, was Menschen an diesen besonderen Hunden lieben.

Als ich ihn im April 2026 auf Sardinien kennenlernen durfte, war ich sofort begeistert. Für mich gehört Diki zu den Hunden, die man nicht vergisst. Seine positive Art und die Begeisterung, mit der er auf Menschen zugeht, sind einfach ansteckend. Diki freut sich über jede Aufmerksamkeit, genießt die Nähe der Menschen und möchte das Leben endlich entdecken.

Natürlich bringt er auch eine gute Portion jugendlichen Übermut mit. Er liebt es zu rennen, zu spielen und unterwegs zu sein. Kinder sollten deshalb standfest sein und Freude an einem fröhlichen, manchmal etwas stürmischen Begleiter haben. Mit anderen Hunden versteht er sich hervorragend und fühlt sich im Rudel sehr wohl. Draußen zeigt er seinen Setter-typischen Entdeckergeist. Seine Nase ist ständig im Einsatz und sein Jagdtrieb sollte nicht unterschätzt werden.

Was suche ich?

Für Diki wünschen wir uns ein aktives Zuhause mit Herz, Zeit und Freude an gemeinsamen Abenteuern. Besonders Menschen, die bereits Erfahrung mit Settern oder Setter-ähnlichen Hunden haben, werden viele liebenswerte Eigenschaften wiedererkennen.

Diki braucht Menschen, die gerne draußen unterwegs sind und Freude daran haben, ihn sowohl körperlich als auch geistig auszulasten. Ob Nasenarbeit, Mantrailing oder Dummytraining – hauptsache, er darf sein Köpfchen einsetzen und gemeinsam mit seinen Menschen die Welt entdecken. Gleichzeitig sucht er verlässliche Bezugspersonen, die ihm mit Geduld, Verständnis sowie liebevoller und konsequenter Führung die Sicherheit geben, in seinem neuen Leben anzukommen. Ein sicher eingezäunter Garten wäre für ihn wunderbar, wichtiger sind jedoch Menschen, die ihn zuverlässig begleiten.

Diki ist noch kein fertiger Familienhund. Er hat noch viel zu lernen und sucht Menschen, die ihn liebevoll an die Pfote nehmen. Doch wer ihm diese Chance gibt, bekommt einen außergewöhnlichen Begleiter mit einem riesigen Herzen.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Diki kann nach Deutschland ausreisen.


🍀 Bis Diki ein Zuhause gefunden hat, sucht er liebe Paten, die ihn an die Pfote nehmen. Hier findest du weitere Informationen zu den Patenschaften: https://streunerherzen.com/patenschaften/

Geboren

ca. 10.02.2024

Alterskategorie

Erwachsene

Rasse

Setter Inglese-Mischling

Schulterhöhe

ca. 55 cm

Gewicht

ca. 18 kg

Geschlecht

Männlich

Kastriert

Ja

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Test folgt nach Einreise

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

Hundestation Oasi del Cane, Sardinien

Gesucht wird

Pflegestelle, Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Unbekannt

Jagdtrieb

Ja

Garten

Ja

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Tanja Beer


Vermittlung Jagdhunde

Telefon: (0176) 45 67 84 38
E-Mail: tanja.beer@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Englischer Setter

Reinrassige Setter


Geschichte bzw. Herkunft

Was die Herkunft des Setters angeht, gibt es keine eindeutigen Dokumente. Auf vielen alten Gemälden ist ein mittelgroßer, langhaariger, meist weiß-bunter Jagdhund dargestellt, die damals „Vogelhunde“ genannt wurden und wohl als die Vorfahren all unser langhaarigen Jagdhunde wie Spaniel, Große und Kleine Münsterländer, Deutsche Wachtel und anderer angesehen werden können. Es besteht die Vermutung, dass der Setter aus einer Kreuzung großer Spaniels mit dem Pointer hervorging. Bezeugt ist, dass 1555 der Earl of Northumberland Spaniels zum Vorstehen und Vorliegen abrichtete und die Hunde dieser speziellen Jagdweise als „Sitting Spaniels“, später auch als „Sitting Dogs“ oder abgekürzt „Sitter“ bezeichnet wurden Daraus soll sich der Name „Setter“ abgeleitet haben.

In alten englischen Berichten wurde noch keine Trennung zwischen Spaniel und Setter gemacht, es ist unklar, wann die Trennung der beiden Rassen erfolgte, Anfang des 19. Jahrhunderts ist dann aber in der zeitgenössischen Literatur von „Setter“ die Rede.

Ebenso besteht Unklarheit darüber, wann die Trennung der Setterrassen nach Haarfarben in Englisch Setter, Irisch Setter und Gordon Setter stattfand, sie kann lediglich auf den Zeitraum zwischen 1865 und 1875 eingegrenzt werden.

Auch das erste Vorkommen von Settern in Deutschland kann nicht klar belegt werden, am hannoverschen Königshof tauchen die ersten Exemplare Mitte des 19.Jahrhunderts auf.

Zu Beginn der systematischen Setterzucht wurde der Farbe noch keine große Bedeutung beigemessen, es gab sogar reinschwarze Exemplare. Ordnung in diesen Mischmasch brachte zunächst Edvard Laverack, der 1825 mit der systematischen Zucht des Englischen Setters begann. Dabei legte er anfangs noch großen Wert auf die jagdlichen Eigenschaften, bald jedoch wurde seine Zucht zu einer reinen Schönheitszucht, die durch exzessive Inzucht einen völlig homogenen Typ, der von manchen nur noch als“ Laverack-Setter “ bezeichnet wurde, hervorbrachte. Er bevorzugte die belton-farbigen Hunde, also solche, die farbige Punkte oder Sprenkel auf weißem Untergrund aufwiesen.

Laveracks Nachfolger wurde R.L. Purcell Llewellin, der zunächst schottische (Gordon) Setter, dann irische und mit zwei Rüden aus der Laverack Zucht schließlich auch Englische Setter züchtete. Er legte zunächst zwar wieder Wert auf die jagdlichen Eigenschaften, exportierte dann aber im großen Stil in die USA und Kanada, so dass auch seine Zucht zu einer Massenproduktion wurde , bei der natürlich die Qualität auf der Strecke blieb.

Nach seinem Tod wurde der Englische Setter in England mehr und mehr zu einem reinen Ausstellungshund, während auf dem Kontinent mehr Gewicht auf die seine jagdlichen Leistungen gelegt wurden. Besonders in Italien werden Englische Setter in Field Trials leistungsgeprüft.

Rassebeschreibung
  • Gruppe: 7. Vorstehhunde
  • Sektion: 2.1 Britische und irische Vorstehhunde
  • Größe: Rüden 65 – 68cm, Hündinnen 61 – 65cm
Erscheinungsbild
  • Körper: Von mittlerer Größe, elegant in Erscheinung und Bewegung
  • Ohren: Von mittlerer Länge, tief angesetzt, in einer Falte flach anliegend, der obere Teil ist mit feinem, seidigen Haar bedeckt, die Spitzen sind samtig
  • Augen: Lebhaft, sanft und ausdrucksvoll, von haselnussbraun bis dunkelbraun, je dunkler, umso besser, nur bei Hunden mit der Farbe liver-belton ist ein helleres Auge zulässig, Augenform oval
  • Nasenschwamm: Schwarz oder leberbraun, passend zur Farbe des Haarkleids, weit geöffnete Nasenlöcher
  • Fang: Mäßig tief und viereckig mit nicht zu hängenden Lefzen
  • Kiefer/Zähne: Kräftige Kiefer mit komplettem Scherengebiss
  • Rute: In Linie des Rückens angesetzt, mittellang, in einer leichten Kurve getragen, jedoch ohne Aufwärtstendenz, lange Befederung, die knapp unterhalb des Rutenansatzes beginnt, sich zur Mitte hin verlängert, dann zum Rutenende hin wieder kürzer wird, das Haar ist lang, glänzend, weich, seidig und gewellt, aber keinesfalls gelockt, in der Bewegung schlägt die Rute lebhaft von einer Seite zur anderen
  • Haare: Vom Hinterkopf in Höhe des Behangs beginnend über den Körper verteilt leicht gewellt und seidig, aber nicht gelockt, die Oberschenkel der Hinterläufe und die Vorderläufe bis fast an die Pfoten sollen schön befedert sein
  • Farben: Schwarz und weiß (blue belton), orange und weiß (orange belton), zitronenfarben und weiß (lemon belton), leberbraun und weiß (liver belton), auch tricolor ist gestattet, dieses besteht aus blue belton oder liver belton und tan, bei allen Farben werden Hunde mit überall vorhandener Tüpfelung (= belton) solchen mit großen Farbplatten vorgezogen
  • Gangwerk: Freie, anmutige Bewegungen, die den Eindruck von Schnelligkeit und Ausdauer vermitteln, freie Bewegung aus den Sprunggelenken mit kraftvollem Schub
Rassespezifische Charakterzüge

Der Setter ist ein hochpassionierter Jagdhund, dessen typische Arbeit die Suche nach Federwild ist. Er sucht dabei mit hoher Geschwindigkeit ein ihm zugewiesenes Gelände auf Wild ab. Nimmt er Witterung auf, verharrt er regungslos (=Vorstehen) und zeigt seinem Hundeführer so den Sucherfolg an. Den Setter zeichnet besonders seine hohe Bereitschaft, mit seinem Hundeführer zusammenzuarbeiten aus.

Seine Jagdpassion ist zwar tief verwurzelt, dank seines ausgeglichenen und freundlichen Wesens ist er jedoch unter bestimmten Voraussetzungen auch als Familienhund geeignet.

Er ist, wie eigentlich alle Jagdhunde, zuhause ein ruhiger Hausgenosse und sein natürlicher, einfach unwiderstehlicher Charme begeistert seine Liebhaber immer wieder aufs Neue.

Haltungsempfehlung

Wie jeder andere Hund auch, sollte der Setter mit Geduld und Konsequenz erzogen werden, er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können .Er muss ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden und braucht natürlich Familienanschluss.

Wer sich für einen Setter entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass er einen hochpassionierten, sehr aktiven Arbeitshund zu sich nimmt, dem er die Möglichkeit geben muss, seine Neigungen auszuleben.

Idealerweise sollte ihm dazu eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann, dazu eignet sich jede Art von Nasenarbeit (Mantrailing, Rettungshundeausbildung, Fährtenarbeit, …).


Setter Mischlinge