Albano – Groß und alt – na und?!

Alle Angaben entsprechen den Angaben der Pflegestelle. Alle Hunde wurden einmalig einem Tierarzt vorgestellt zur Blutprobenabnahme für den Mittelmeercheck. Hier erhält der Hund einen Erstcheck (Ohren, Augen, Zähne, etc.). Alter und Größen- sowie Gewichtsangabe können abweichen. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich. Sie adoptieren Second-Hand-Hunde, die vorher kein Familienleben kannten und auf den Straßen ums Überleben gekämpft haben, dies hinterlässt oft psychische Spuren und körperliche Defizite.


Hallo. Ich bin Albano. Aber meine Freunde nennen mich Bino.
Ich bin groß & schwer und – sagen wir mal so – eher Kategorie „respektabler Schrank“ als „niedlicher Hüpfer“.
Aber bevor du jetzt weiter scrollst: Das hier ist wichtig. Dringend sogar!
Ich brauche jetzt ein Zuhause. Nicht irgendwann. Nicht „wenn mal“. Jetzt!

Was ist mir passiert?

Ich habe viele Jahre meines Lebens in einer Tierklinik auf Sardinien verbracht. Nicht, weil ich krank war. Sondern, weil ich Blut gespendet habe. Immer wieder. Für andere Hunde. Für fremde Hunde. Für Hunde, die heute leben, weil ich da war.
Klingt heldenhaft? War es vielleicht auch.
Aber weißt du, was ich dabei nicht hatte? Ein Zuhause. Ein Sofa. Ein Mensch, der sagt: „Du gehörst zu mir.“
Ich habe Leben gerettet – und aber ein eigenes? Fehlanzeige!
Als die Klinik 2021 schloss, durfte ich erst auf eine Station nach Sardinien ziehen, später dann nach Deutschland. Doch dort hat es nicht funktioniert. Also kam ich in eine Hundepension – und musste wieder warten. Viele Jahre lang.

Wo bin ich?

Jetzt bin ich hier – auf Pflegestelle bei Dogsfit4future.
Und ich sage dir ganz ehrlich, von Hund zu Mensch: Es ist ok hier, aber ich möchte mehr!
Die Menschen hier mögen mich. Sehr sogar.
Aber mit im Rudel kann ich nicht leben – zu viele Rüden – zu viel Testosteron.
Das heißt: Meine Zeit mit „meinen“ Menschen ist begrenzt. Zu kurz. Viel zu kurz!

Wie bin ich?

Ich bin ein großer, freundlicher Kerl mit einem noch größeren Herzen. Menschen bedeuten mir alles – ich suche ihre Nähe, genieße Aufmerksamkeit und bin am liebsten dort, wo meine Bezugspersonen sind. Trotz meiner Größe bin ich im Alltag erstaunlich unkompliziert: Ich bin stubenrein, kann problemlos alleine bleiben, mache nichts kaputt und verhalte mich im Haus ruhig und ausgeglichen. Nähe, ein Platz zum Liegen und das Gefühl dazuzugehören – viel mehr brauche ich eigentlich nicht.

Beim Tierarzt zeige ich mich vorbildlich. Ich lasse alles geduldig über mich ergehen, denn ich habe gelernt, dass man Menschen vertrauen kann. Autofahren ist für mich ein gemischtes Thema: Kurze Strecken schaffe ich gut, bei längeren Fahrten wird mir manchmal übel.

Mit anderen Hunden bin ich überwiegend gut verträglich. Besonders mit freundlichen Hündinnen komme ich gut zurecht. Sehr dominante, große Rüden liegen mir dagegen weniger. Kleine, sehr wuschelige Hunde oder Katzen sollten nicht in meinem neuen Zuhause leben – hier meldet sich mein Jagdtrieb, genauso wie draußen bei Wild. Das ist eine kleine Baustelle, und aufgrund meiner Größe und Kraft braucht es Menschen, die damit sicher umgehen können. Aber wer will es mit verdenken? Ich war mein Leben lang hinter Gittern und es macht einfach sooo viel Spaß!

Ich bin im Herzen jung geblieben und manchmal ein wenig stürmisch, ohne es böse zu meinen. Ich weiß einfach nicht immer, wohin mit meinem großen Körper, wenn ich mich freue.

Insgesamt bin ich ein absolut lieber, menschenbezogener und anspruchsloser Hund. Ich brauche kein großes Programm, keine Dauerbeschäftigung und keine Erwartungen, die ich erfüllen soll. Was ich mir wünsche, ist ein echtes Zuhause, ein fester Platz im Leben eines Menschen – und endlich das Gefühl, angekommen zu sein.

Was suche ich?

Ich suche kein Abenteuer, keine Großstadt und keinen Perfektionisten. Ich suche Menschen. Menschen mit Herz, mit Humor und mit genug Kraft in den Armen, um einen großen Hund sicher zu führen – auch dann, wenn draußen plötzlich ein Reh meint, quer über den Weg springen zu müssen. Das ist mein einziges „Thema“, und damit müsst ihr umgehen können.

Mein neues Zuhause sollte ruhig sein, am besten ein Haus mit Garten mind. 1,40m eingezäumt, gerne ländlich oder am Stadtrand. Ich brauche keine langen Wanderungen oder sportliche Höchstleistungen – ich bin groß, aber kein Marathonläufer. Regelmäßige Spaziergänge fände ich super, Zeit mit meinen Menschen und ein gemütlicher Platz zum Ausruhen machen mich glücklich.

Ich kann gut alleine bleiben, bin unkompliziert und im Alltag angenehm. Eine nette Hündin an meiner Seite wäre schön, ist aber kein Muss. Katzen und sehr kleine Hunde sollten nicht im Haushalt leben, ebenso wenig Wild direkt vor der Haustür. Kinder dürfen gerne dazugehören, sollten aber standfest sein und verstehen, dass Liebe von mir manchmal etwas schwungvoll ausfällt.

Ich wünsche mir Menschen, die mich annehmen, wie ich bin: groß, kräftig, ein bisschen stürmisch, aber absolut loyal und voller Zuneigung. Menschen, die mir keinen Druck machen, nichts von mir „beweisen“ lassen wollen, sondern mir einfach einen Platz geben – für immer.

Ich habe lange genug gewartet. Ich habe viel gegeben. Jetzt wäre es schön, endlich einfach nur Hund sein zu dürfen. Ankommen. Bleiben. Zuhause sein. Ich möchte nicht einfach geparkt werden. Ich bin menschenbezogen, anhänglich, gern dabei und liebe die Couch. Und genau das fehlt mir gerade.
Das habe ich nicht verdient!

Für einen Albano wünschen wir uns generell folgende Voraussetzungen:

  • Ein ländlich gelegenes Haus mit eingezäuntem Garten (mind. 1,40m)
  • Klare Menschen, die in ihrer Kommunikation mit dem Hund konsequent und eindeutig sind
  • Hundeerfahrene Menschen
  • Menschen, die keine Befehlsempfänger suchen, sondern einen Hund, der sehr selbstständig denkt und handelt
  • Menschen, die Vertrauen gegen Vertrauen setzen, um eine intensive Bindung mit dem Herdenschutzhund einzugehen
  • Er sollte als Familienhund gehalten werden und nicht auf dem Grundstück bleiben müssen

Wir vermitteln bundesweit, wenn du dazu bereit bist, Albano auf der Pflegestelle kennenzulernen und abzuholen.


🍀 Bis Albano ein Zuhause gefunden hat, sucht er liebe Paten, die ihn an die Pfote nehmen. Hier findest du weitere Informationen zu den Patenschaften: https://streunerherzen.com/patenschaften/

Geboren

ca. 11.11.2015

Alterskategorie

Senioren

Rasse

Maremmano-Fonnese-Mischling

Schulterhöhe

ca. 67 cm

Gewicht

ca. 32 kg

Geschlecht

Männlich

Kastriert

Ja

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Anaplasmose fraglich, Rest negativ

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

33154 Salzkotten

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Gesucht wird

Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja, mit Hündinnen, Rüden nach Sympathie

Katzenverträglichkeit

Nein

Kinderlieb

Ja, ab ca. 14 Jahren

Jagdtrieb

Ja

Garten

Ja

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Bedingt

Ansprechpartner

Stefanie Richter


Mitglied des Vorstands
Vermittlung Herdenschutzhunde & Angsthunde

Telefon: (0177) 32 68 50 9
E-Mail: stefanie.richter@streunerherzen.com

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Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Cane da Pastore Maremmano-Abruzzese

Reinrassige Maremmani


Geschichte bzw. Herkunft

Die Herdenschutzhunde sind eine sehr alte Rasse und kamen aus dem Mittleren Osten über Griechenland nach Italien. Von den Römern wurde der Herdenschutzhund schon im ersten Jahrhundert vor Christus beschrieben. Der Maremmano kommt aus der Maremma (eine Landschaft in Mittelitalien, zu der die gesamte südliche Toskana und Teile des nördlichen Latiums gehören) und den Abruzzen (eine Region Italiens mit Grenzen im Norden an die Region Marken, im Westen an die Region Latium, im Süden an die Region Molise und im Osten an die Adria; obwohl sie geographisch eher zu Mittelitalien gehören, werden sie offiziell zu den Regionen Süditaliens gezählt). Sein offizieller Name lautet daher Maremmano-Abruzzese und ist eine der großen weißen Hirtenhundrassen ursprünglicher Art.

Damals unterschied man in Maremmano und Abruzzer, welche leichte Unterschiede z.B. in Körperbau und Felldichte aufwiesen. Anfang der 50er Jahre wurden sie als eine Rasse erkannt und seitdem in einem gemeinsamen Zuchtbuch geführt. Der Maremmano war schon immer ein Arbeitstier und somit blieb er verschont von züchterischen “Verschönerungen”, die leider so oft zu Überzüchtungen und somit zu Anfälligkeiten, Krankheiten oder Behinderungen führen. Wird der Maremmano artgerecht gehalten ist er so gut wie nie krank. Hinzu kommt, dass diese Rasse keine züchtungsbedingten Erbkrankheiten hat und somit erreicht der Maremmano oft ein hohes Alter.

In Deutschland war diese Rasse lange unbekannt. Außerhalb Italiens gab es Bestände in England, Schweden, den Niederlanden und den USA. Mittlerweile findet der Maremmano auch langsam immer mehr Freunde in der Schweiz und auch in Deutschland. Die wenigen hiesigen Tiere stammen alle direkt aus Italien.

Rassebeschreibung
  • FCI Standard: Nr. 201
  • Gruppe: 1. Hüte- und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
  • Sektion: 1. Schäferhunde
  • Herkunft: Mittelitalien
  • Körper: Ein rustikaler, kräftiger und großformatiger Hund, dennoch wirkt er nicht schwerfällig, sondern elegant und würdevoll.
  • Ohren: Hoch angesetzt und hängend (V-förmig)
  • Augen: Dunkel, mandelförmig, klein
  • Rute: Locker getragen bei gesteigerter Aufmerksamkeit aufgestellt, aber nicht über den Rücken gerollt.
  • Haarkleid: Langes üppiges Haar, Kragenbildung bis zur Brust, Rücken bis zu 8 cm lang mit geschlossener Decke, dichte Unterwolle, an Schnauze, Ohren, Schädel, sowie Vorderseite Gliedmaßen kurz. Die Farbe ist reinweiß, elfenbein oder Falb an den Ohren zulässig.
  • Gangwerk: Raumgreifende, majestätische Bewegungen
  • Widerristhöhe: Rüden: 65-73 cm, Hündin: 60-68 cm
  • Gewicht: Rüden 35-45 kg, Hündin 30-40 kg
Arbeitseinsatz

Maremmani wurden schon immer und werden heute noch als Hüte- und Hirtenhund hauptsächlich in Schafherden eingesetzt, d.h. sie treiben die Herde und helfen dem Schäfer bei ihrer Bewachung und Verteidigung. Nachts bleiben die Schafe draußen in mobilen Gehegen und während der Schäfer nach Hause geht, kümmert sich der Hund allein um die Herde. Neugeborene Lämmer werden in den ersten Tagen (besonders von der Hündin) nicht aus den Augen gelassen. Sie scheint dann fest davon überzeugt zu sein, dass das Lamm ohne ihre Bewachung überhaupt nicht klarkommen kann. Man konnte schon erleben, dass die Hunde bellend zu ihren Schäfern kamen, wenn ihrer Meinung nach etwas nicht in Ordnung war. Meistens war es dann auch tatsächlich so. Der Maremmano arbeitet auch als Bewacher und Beschützer der Landhäuser und der Familien. Er ist dabei außerordentlich aufmerksam und zuverlässig. Er scheint genau zu wissen, was wirkt. Die Hunde stellen sich am Zaun oder am Tor vor dem fremden Eindringling auf und machen sich so groß, wie sie können. Sie sträuben die Nackenhaare, richten den Schwanz auf und verbellen mit möglichst tiefer Stimme jeden, den sie nicht kennen. Sollte der dann tatsächlich auf die Idee kommen, weitergehen zu wollen, kann man ja noch erschreckend knurren. Sie lassen sich dabei überhaupt nicht beirren, ganz egal, wie lange es dauern sollte. Geht der Fremde wieder, sehen sie das offensichtlich ganz und gar für sich zufrieden als Erfolg und gehen wieder auf ihren Beobachtungsposten zurück. Wenn der Herr da ist und den Besucher begrüßt, hören sie sofort mit ihren “Vertreibungsversuchen” auf und verhalten sich freundlich, aber eher zurückhaltend. Bestimmt meinen sie, jetzt sei ich wohl für alles weitere verantwortlich. Der Maremmano wurde stets als Arbeitstier benutzt.

Charakter

Der Charakter des Maremmano kann nur vor dem Hintergrund seiner jahrtausendelangen Aufgabe im Herdendienst und als Wachhund verstehen. Er bewacht und beschützt das ihm Anvertraute ohne Kompromisse mit größter Hingabe. Das hält er für seine Pflicht, und dann kann man sich doch als ordentlicher Hund nicht einfach abbringen lassen. Es kann doch nicht richtig sein, dass sich in der Nähe des Zauns etwas bewegt oder sogar Krach macht, ohne dass ein verantwortungsbewusster Maremmano nachschaut, was da sein könnte… oder zumindest erst einmal warnend bellt, bevor es noch schlimmer kommt. Es geht natürlich auch nicht an, dass man einfach so, nur weil Frauchen aus dem Fenster gerufen hat, glaubt, dass das alles ungefährlich sei. Wenn man schon selbst nicht durch den Zaun bis dahin gehen kann, dann ist es doch das Mindeste, das sie sofort hierher kommt und sich auch das einmal anschaut! Überhaupt gibt es unverständliche Dinge wie zum Beispiel immer dieses Rufen “komm!”. Als Maremmano sucht man sich einen guten Beobachtungspunkt, möglichst hoch und in der Nähe des Zauns, damit man jede Gefahr möglichst früh erkennt. Es wäre ja geradezu fahrlässig, nur wegen “komm” ohne sichtbaren Grund, ohne erkennbare wichtigere Aufgabe einfach wegzugehen – da muss ja was passieren! Auf Spaziergängen muss man als Maremmano natürlich darauf achten, dass Frauchen nichts passiert. Aber wie soll man eine Gefahr früh erkennen, wenn man direkt neben ihr bleibt? Da muss man doch in großem Abstand vor und neben ihr laufen, damit erst gar nichts herankommen kann. Dieser ausgeprägte Schutztrieb bezieht sich abhängig von der Haltung auf alles, wofür sich der Hund verantwortlich fühlt: die Schafe, das Grundstück, das Haus, die Familie, die Kinder. Das ist dann jeweils sein “ein und alles”!

Der Maremmano ist also sehr eigenwillig und bestimmt kein Hund für Jedermann. Wer einen unterwürfigen “Befehlsempfänger” sucht, ist an der falschen Adresse. Die Hunde sind sehr robust, mutig und durchaus gutmütig. Sie sind selbständig und zuverlässig, richtig gute Kumpels. Sie sind freundliche, zuverlässige Freunde, die aber auch so behandelt werden wollen und müssen. Maremmani treiben die Herde und helfen den Schäfern bei der Bewachung und Verteidigung.

Erziehung

Es ist an sich recht einfach und macht sehr viel Spaß, junge Maremmani zu erziehen. Sie sind regelrecht lernbegierig und dabei sehr feinfühlig. Wenn man ihnen etwas gezeigt hat und sie auch noch kräftig dafür gelobt hat, sind sie völlig begeistert und wollen es gleich noch einmal machen. Nach wenigen Wiederholungen innerhalb einiger Tage “sitzt” die Übung schon. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass sie immer versuchen, alles richtig zu machen. Man hat es schon oft erlebt, dass die Hunde, wenn sie etwas Neues tun, zuerst zu ihrem Herrn schauen, um zu sehen, was er wohl sagen wird. Wenn dann ein Tadel kommt, hören sie eigentlich sofort auf. Die Tiere haben ein ausgezeichnetes Gedächtnis. Das gilt natürlich auch für zu harte und ungerechte Strafen. Je nach Charakter reagieren sie dann, als sei die Welt untergegangen. Es ist angebracht, Maremmani freundlich ruhig und geduldig und sehr konsequent zu zeigen, was von ihnen erwartet wird. Schläge oder Gebrüll führen bestenfalls zu nichts, meist zu Verschüchterung oder Auflehnung. Die Rasse ist vom Hause aus sehr selbständig und somit eigenwillig, was eine klare Rangordnung zwischen Herr und Hund wichtig macht. Der Maremmano wird sich, wie gesagt, nicht unterwerfen, aber er akzeptiert vom “Rudelführer” gesetzte Grenzen und Verbote. Das setzt freilich voraus, dass absolut klar ist, wer der Chef ist. Darauf ist insbesondere während der Pubertät der Rüden zu achten. Durch freundliche, geduldige Konsequenz erreicht man so gut wie alles. Viele sagen “Der Maremmano hört aufs Wort, nur nicht aufs erste.” Maremmani halten sich gerne draußen auf.

Haltung

Maremmani sind sehr anpassungsfähig an unterschiedlichste Klimate: In ihrem Verbreitungsgebiet wurden die Herden im Winter in trockenen, niedrigen Gebieten, im Sommer auf grünen Bergwiesen geweidet. Sie halten sich gerne ständig draußen auf. Selbst bei schlechtestem Wetter suchen sie erst sehr spät eine geschützte Ecke. Man kann sie sehr gut in das Haus lassen: Sie sind schnell stubenrein, sind immer vorsichtig, sodass trotz ihrer Größe nichts kaputt geht und akzeptieren, dass trotz geöffneter Tür manche Räume nicht betreten werden dürfen. Interessanterweise riechen Maremmani bei noch so feuchten Wetter überhaupt nicht. Das sollte aber Niemanden auf die Idee bringen, diese Hunde in einer Stadtwohnung halten zu wollen. Sie brauchen viel mehr Bewegung und Freiheit, als auch noch so regelmäßige und ausgedehnte Spaziergänge bringen können. Und vor allen Dingen: Sie brauchen unbedingt eine Aufgabe. Nur da sein und gestreichelt werden, findet ein Maremmano zwar auch ganz prima, aber doch nicht den ganzen Tag…

Nach dem bisher Gesagten, versteht es sich wohl selbst, dass diese Hunde weder Ketten vertragen, noch in einem Zwinger gehören. Beides bedeutet eine unverhältnismäßige Beschränkung ihrer natürlichen Verhaltensweise. Ihr Fell ist zwar weiß und lang und dicht, bedarf aber keiner großen Pflege. Einmal wöchentliches Kämmen genügt, um Verfilzungen zu vermeiden. Nach Ausflügen im Herbst kommen die Hunde manchmal eher braun als weiß nach Hause – aber keine Aufregung: Sobald der Hund wieder getrocknet ist, fällt fast aller Schmutz von allein ab. Den Rest kann man leicht auskämmen. Diese schutzabweisende Eigenschaft des Fells schadet man durch Shampoo nur, weshalb Baden nicht zu empfehlen ist. “Wir lassen unsere Hunde den ganzen Tag frei auf einer Fläche von mehr als einem Hektar laufen!” Man kann immer wieder beobachten dass die Hunde am liebsten auch noch das benachbarte Ackerland mit in Besitz nehmen würden. Sie haben hier die Aufgabe auf das Haus und das Grundstück zu achten.

Der Maremmano frisst im Vergleich mit anderen Rassen ähnlicher Größe relativ wenig. Es besteht oft der Fall, dass sie ab und zu ihre Mahlzeiten von sich auslassen. Diese Hunde überfressen sich nicht. Es scheint auch keine überwichtigen Tiere zu geben. Ihre Zucht ist nicht einfach, weil die Hunde mit geringem Geschlechtstrieb problemloser arbeiten, so dass im Laufe der Zeit eine quasi natürliche Selektion in dieser Beziehung stattfand. Es findet sich eine gewisse Unregelmäßigkeit der Hitze bei Hündinnen. Es sind männliche und weibliche Tiere beschrieben, die keinerlei Decklust zeigen.

Wir weisen darauf hin, dass dies nur eine oberflächliche Beschreibung ist und jedes Tier individuell zu betrachten ist.

Teile der Rassenbeschreibung stammen aus der Quelle: “Tierwelt”, Hans-Peter Blättler.

Voraussetzung für eine Adoption eines Maremmano-Mischlings

Da keinerlei Tiere, die von uns vermittelt werden, in Tierheimen enden sollen, haben wir klare Bedingungen zur Adoption von den Herdenschutzhunden aufgestellt. Unverzichtbar ist hierbei:

  • Großes Grundstück
  • Mindestens eine Zaunhöhe von 1,60 m
  • Haus im Grünen
  • Familienanschluss
  • Keine Zwinger-, Außen- oder Kettenhaltung
  • Hundeerfahrung

Wir bitten hier um Verständnis, auch wenn wir Ausnahmen kennen, die sich in Wohnungen wohl fühlen.


Maremmano Mischlinge