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Gesichter & Fakten

Wer sind wir?

Wer das erste Mal die L.I.D.A. in Olbia auf Sardinien, ein großes Tierheim für Hunde und Zuflucht für viele Katzen, gesehen hat, wird sie nie wieder vergessen.

Schon von weitem sieht man sie vor den Toren: Katzen jeder Farbe und jeden Alters. Sie laufen herum, sitzen im Staub, in Schüsseln, auf Handtüchern. Die Gartenhäuser hinter der L.I.D.A. sind voller Katzen. Viele operiert, viele verletzt. Alle warten. In Plastikwannen, Boxen, Käfigen, übereinandergestapelt. Kitten mit geschwollenen Augen, eitrig verklebt, alte Katzen, teilnahmslos. Das Geschrei einer Katze, die in einem Futternapf hockt. Der Käfig ist viel zu klein. Dieses Bild brennt sich ein für immer.

Wer den Gang zwischen den Gehegen hinuntergeht, sieht sie: Hunde, hunderte Hunde. Sie springen am Zaun hoch, drücken ihre Schnauzen in das Gatter. Ihr Gebell übertönt jedes Wort, man wird es zeit seines Lebens hören. Ein Gehege an dem nächsten. Ein Hund allein in einem Zwinger. Immer tiefer hinein. Zu viele Hunde. Wer einem dieser Hunde in die Augen sieht, wird diesen Blick nie vergessen.

Wir kehren immer wieder dorthin zurück.

Wir, das sind die STREUNERHerzen, ein 2013 gegründeter Verein.

Ein Verein mit tollen Helfern, großartigen Unterstützern, wunderbaren Tieren.

Und mit Visionen von einer besseren Welt. Einer Welt, in der es keine Tierheime gibt, in der Hunde Familienmitglieder sind, Katzen Freigang erhalten, Tiere als gleichberechtigte Lebewesen und Partner des Menschen verstanden werden.

Wir wollen der L.I.D.A. helfen, die Katzen dort versorgen, Hunde herausholen, wir unterstützen die L.I.D.A. konsequent und langandauernd. Wir kennen das Tierheim seit Jahren, viele von uns sind regelmäßig vor Ort, wir arbeiten eng mit den Kollegen zusammen, wir vertrauen der Tierheimleitung, der Tierärztin, den Mitarbeitern dort.

Tierschutz mit Herz und Verstand - das ist unser Motto.

Es geht uns aber nicht nur um die Hunde und Katzen in und vor der L.I.D.A. Unser Herz schlägt für die Tiere, denen wir helfen können, und lauter für die, denen wir nicht helfen und die wir nicht retten können. Helfen können wir durch Kastrationen, medizinische Hilfe, regelmäßige Futterversorgung und mit einem neuen Zuhause für den Hund und die Katze. Individuell an die Umstände des Tieres angepasst, entscheiden wir über die Art der Hilfe. Hilfe, die wir leisten, prüfen wir auf Herz und Nieren. Hilfe muss Sinn machen, aufeinander aufbauen und nachhaltig sein.

Wir haben einen Verein gegründet, um unsere Kräfte und Fähigkeiten zu bündeln. Gegenseitige Sympathie war lange vorhanden, auch Verständnis füreinander und die verschiedenen Lebenssituationen - die Liebe für die Hunde und Katzen hat uns zusammengebracht.

Ein Name wollte für unseren Verein gefunden werden, die Strukturen und Verantwortlichkeiten gründlich und solide geplant und durchdacht werden. Alle sollten sich wiederfinden in diesem Verein mit flachen Hierarchien, einem Team!

Wir haben in der Anfangszeit vieles verworfen und Stück für Stück zusammengesetzt, das Gerüst gebaut. Dies hat Wochen und Monate gedauert, in denen wir durch verschiedene Instanzen gegangen sind, um Genehmigungen zu erhalten und Auflagen für eine Vereinsgründung zu erfüllen. Die eigentliche Gründung war unspektakulär und ein kleiner formaler Akt, der Eintrag des Vereins im Vereinsregister. Der Vereinssitz ist in Brühl, die Geschäftsstellen in Haan, Wesendorf und Riedenburg. Den Namen für unseren Verein hatten wir da schon gefunden. Wir nannten uns STREUNERHerzen - nach den vielen Hunden und Katzen, die frei auf den Straßen Sardiniens herumstreunen.

Wir haben die Gemeinnützigkeit vom Finanzamt erhalten, Kontakt mit unserem zuständigen Amtsveterinär aufgenommen, uns der Prüfung durch das Veterinärsamt mündlich und schriftlich unterzogen und die Erlaubnis nach §11 TschG erhalten. Weiterhin haben wir uns bei TRACES, dem EU-Ausreise-Portal registrieren lassen, und somit alle juristischen und bürokratischen Hürden erfolgreich absolviert, um einen handlungsfähigen Verein auf die Beine zu stellen.

Wir haben in dieser ersten Zeit neue Mitglieder, Unterstützer und Freunde gefunden, Aufgaben verteilt, Ziele definiert. Noch bevor der Verein sich konstituiert hat, hatten wir erste Tiere aus der L.I.D.A. in ein neues Zuhause nach Deutschland geholt, andere in die Vermittlung genommen, in den Foren vorgestellt, erste Happy Ends auch in der Katzenvermittlung gefeiert. Seit Mai waren wir im Internet durch die Tiervermittlungsforen vertreten, der Newsletter an die Mitglieder eingerichtet und verschickt. Und wir haben darin über unsere Ziele berichtet:

Über Prävention, Hunde- und Katzenvermittlung als Säulen unseres Vereins.

Prävention

Die präventive Arbeit auf Sardinien werden wir mit den Menschen vor Ort durchführen. Zusammen können wir Ansichten und Ideen, unterschiedliche Vorstellungen im Umgang mit Tieren ändern und entwickeln, Bewusstsein für artgerechte Haltung schärfen, nachhaltigen Tierschutz diskutieren und vertreten. Vor allem werden wir immer wieder über Sinn und Umgang mit Kastrationen und kastrierten Tieren sprechen. Kastrationen sind unpopulär, weil sie viel Geld kosten und ein Erfolg sich erst nach Jahren zeigt. Dennoch sind sie der einzig effektive Weg im Tierschutz, um dem Elend der Straßenhunde und -katzen Einhalt zu gebieten.

Wir werden uns einbringen, wo wir unterstützen dürfen, durch Apelle, Inserate, auch im Schulunterricht etc…. Wir wollen da helfen, wo die Not am größten ist, Kastrationskampagnen und medizinische Hilfe frei lebender Tiere so oft wie möglich durchführen und diese Vorgänge etablieren.

Auch in Deutschland engagieren wir uns präventiv. Auf Höfen und in ländlichen Gebieten unterstützen wir auch finanziell Kastrationsaufrufe und fördern das ein oder andere Projekt.

Unsere präventive Arbeit werden wir immer auf der Homepage abbilden und weiter entwickeln, sie ist anspruchsvoll, braucht einen langen Atem und ist ohne Ihre Hilfe nicht durchführbar!

Katzenvermittlung

Die Katzenvermittlung ist uns sehr wichtig. Vor allem wollen wir uns um die vielen Katzen kümmern, die sich seit nun drei Jahren in immer größerer Zahl vor den Toren der L.I.D.A. einfinden und nur notdürftig versorgt werden können.

Einige der Katzen werden in der L.I.D.A. medizinisch versorgt und manche dort auch aufgepäppelt. Andere müssen separiert werden, sitzen oft monatelang in kleinen Käfigen, die in den Gartenhäusern hinter der L.I.D.A. zum Teil übereinandergestapelt werden. Ein Hundetierheim ist kein guter Ort für bedürftige Katzen, die Katzenkolonie direkt vor der L.I.D.A. in unmittelbarer Nähe zur Schnellstraße ist es noch weniger.

Wir wollen eine medizinische Versorgung für jede Katze der Kolonie erreichen und die Katzen kastrieren. Bedürftige oder verletzte Katzen, die operiert werden müssen, schwer oder chronisch kranke oder Mobbingopfer in größeren Katzenkolonien, holen wir auf Pflege- oder Endstellen nach Deutschland.

Viele, viele Katzen suchen auch in Deutschland ein Zuhause. Doch wir werden nicht jede Katze nach Deutschland einführen. Das ist auch nicht notwendig. Ganz im Gegenteil - wir suchen langfristige Lösungen vor Ort. Wir wollen einen Katzenpark bauen und Katzenkolonien gründen, die regelmäßig versorgt werden.

Wir helfen auch in Deutschland bei einer Abgabekatze.

Alle unserer Katzen, auch die behinderten, sollen Freigang erhalten. Möglicherweise sind Freigänger Katzen gefährdeter als Stubentiger, aber sie sind mit Sicherheit die glücklicheren Katzen. Darauf kommt es uns an.

Hundevermittlung

Auch die Hundevermittlung ist sehr wichtig für uns. Hunde vermitteln wir aus der L.I.D.A. nach Deutschland. Wir besetzen mit unserer Hundevermittlung keine Tierheime, das ist uns wichtig! Alle Tiere kommen privat in Familien unter, die das Tier adoptiert haben oder bis zur endgültigen Vermittlung pflegen. Sollte ein Tier aus der Vermittlung zurückkommen, nehmen wir das Tier in unsere Hände zurück. Wir verbieten Abgaben in ein Tierheim. Wir nehmen auch in Deutschland Abgabehunde an.

Aber auch für Hunde gilt: Es gibt so viele herrenlose Hunde in deutschen Tierheimen. Warum also sollten wir Hunde aus dem Ausland nach Deutschland holen?

Im Gegensatz zu Katzen können Hunde auf Sardinien nicht frei leben. Das italienische Tierschutzgesetz sieht die Unterbringung wild lebender Hunde in Tierheimen vor - wobei die Tierheime nicht mit deutschen Tierheimen vergleichbar sind. Viele Hunde werden in ein Canile gebracht und vegetieren dort in engen Verschlägen ohne Ansprache nur mit Futter versorgt bis an ihr Lebensende. Tierschutzorganisationen wird der Zugang verwehrt. Vermittlungen sind nur aus Tierheimen wie der L.I.D.A. heraus möglich.

Auch deswegen ist unsere Unterstützung unseres Partnertierheims, der L.I.D.A. in Olbia, konsequent und auf lange Sicht angelegt.

Jedoch: Wir stellen uns den Kritikern des Auslandstierschutzes und sind offen für Diskussion.

Die Mittelmeerkrankheiten, die so oft in diversen Foren diskutiert werden, stellen wir offen dar. Wir klären auf durch Informationsblätter und Gespräche und sind immer für Sie da. Dabei arbeiten wir mit einem erfahrenen, bekannten Parasitologen in Deutschland zusammen.

Bei der Vermittlung versuchen wir, passende Charaktere zusammenzuführen. Wir beraten Sie, wenn Sie es möchten, und helfen Ihnen, den richtigen Partner und besten Freund für Ihr Leben zu finden. Wir begleiten jede Vermittlung über das Vermittlungsdatum hinaus, wenn Sie uns lassen. Wir begleiten Sie mit Herz und Verstand.

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