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Oscina

Die Angst genommen, jetzt gilt es, das Leben weiter zu entdecken!

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Fakten

Geboren:
ca. 01.05.2014

Rasse:
Mischling

Schulterhöhe:
ca. 50 cm

Gewicht:
ca. 18 kg

Geschlecht:
weiblich

Kastriert:

Gesucht wird

Zuhause:

Pflegestelle:
-

Paten:
-


geimpft:

gechippt:

Mittelmeercheck:
1.Test komplett negativ

Krankheiten:
keine bekannt


Handicap:
-


Aufenthaltsort:
16766 Kremmen



Verträglichkeit / Trieb

Katzen:

Hunde:

Kinder:
✔ , ab 12 Jahren

Jagd:
unbekannt

Haltungsbedingungen

Garten:
gerne

Zweithund:
gerne

Hundeschule:
bedingt



Im Alter von gerade einmal zwei Monaten ist Oscina mit ihrer Schwester Obinda in unserem Partnertierheim in Tortoli angekommen und hat seit diesem Tag nichts außer der Enge des Zwingers, den sie sich mit der Schwester teilte, kennengelernt. Den Kontakt zu Menschen kannte sie nur flüchtig. Bei unseren Besuchen zeigte sie sich sehr hektisch und ängstlich, ständig auf der Flucht.

Mit der Nachricht, dass die Kooperation zwischen den STREUNERHerzen und dem Canile Tortoli bald enden würde, wuchs der Druck, die Hunde noch nach Deutschland holen zu können, denen wir unser Versprechen gegeben hatten, ihnen ein schönes Leben zu ermöglichen. Es war nicht leicht, einen geeigneten Platz für die Schwestern zu finden, denn ihre extreme Angst erschwerte die Suche nach einer passenden Pflegefamilie.

Auf Empfehlung nahmen wir Kontakt zu Daniela Hüther auf, eine Angsthund-Therapeutin, die sich auf Hunde wie Oscina und Obinda spezialisiert hat und sich erfreulicherweise bereit erklärte, die beiden aufzunehmen. Ende Juli 2018 bezogen Oscina und Obinda dann ihre neue Bleibe in Michelstadt und teilten sich ein Zimmer mit einem Rüden. Beide Hündinnen waren zunächst - wie erwartet - extrem ängstlich und reagierten besonders auf Menschen absolut panisch. Doch nach und nach machten sie ihre Fortschritte.

Ende Dezember 2018 beschlossen wir, dass Oscina sich zwar grundsätzlich prima bei der Angsthundtherapeutin entwickelt hat, aber für weitere Fortschritte dringend direkten Familienschluss benötigt. So zog sie dann am 22.12.2018 von Michelstadt nach Berlin auf eine Pflegestelle, die bereits viel Erfahrung mit ängstlichen Hunden hatte.

Und wir sollten Recht behalten. Innerhalb weniger Tage fügte Oscina sich absolut sozial kompetent in das bestehende Rudel aus Hündinnen ein, schloss Bekanntschaft und Freundschaft mit den Katzen der Familie und verinnerlichte die alltäglichen Abläufe des Familienlebens blitzschnell.

Vom zweiten Tag an ging Oscina mit auf die tägliche große Hunderunde am ehemaligen Grenzstreifen und durch Wälder. War die Rute beim ersten Spaziergang noch unter den Bauch geklemmt, änderte sich dies in rasantem Tempo. Schnell erkannte sie, dass es etwas Gutes bedeutet, wenn das Pflegefrauchen zum Geschirr greift und sprang dann schon immer lustig und freudig umher. Die Spaziergänge genießt sie mittlerweile in vollsten Zügen, die Rute trägt sie stolz nach oben. Fremdhundbegegnungen waren von Anfang an kein Problem und an die Begegnung mit fremden Menschen ist sie mittlerweile gewöhnt und läuft – neben dem Pflegefrauchen – entspannt auch an größeren Menschengruppen, Joggern, Radfahrern vorbei.

In bekannten Gebieten läuft Oscina inzwischen frei an der Schleppleine und ist dann stolz wie Bolle. Sie hält sehr intensiv Blickkontakt zu ihrem Pflegefrauchen und bleibt dabei auch immer absolut in der Nähe. Allerdings kommt sie auf Zuruf nur bis auf ca. einen Meter heran. Sie mag im Gelände eher nicht angefasst oder gestreichelt werden.

Anders verhält sich das im Haus. Oscina kommt nicht unbedingt von allein, um direkt Streicheleinheiten einzufordern, allerdings nimmt sie von sich aus vorsichtig Kontakt auf. Wenn das Pflegefrauchen dann nicht zögert und sie streichelt, verfliegt alle Skepsis und Oscina reckt und streckt sich, dass auch ja alle Stellen erreicht werden können. Auch Kuscheln auf dem Sofa hat sie neuerdings für sich entdeckt.

Oscina vertraut ihrer Bezugsperson sehr. Bekommt sie doch mal einen Schreck, schaut sie sofort zu ihrem Pflegefrauchen und lässt sich durch ein beruhigendes Wort und eine entspannte Haltung sehr schnell beruhigen. Sie reagiert ohnehin sehr stark auf Körpersprache und die Kommunikation mittels Calming signals (Beschwichtigungssignale) funktioniert wunderbar.

Oscina ist verlässlich stubenrein und ist gern im Auto unterwegs. Mittlerweile ist die Familie nach Kremmen auf das Land gezogen und auch den Umzug hat die Maus wunderbar gemeistert. Hier ist sie inzwischen richtig lustig geworden und fordert ihr Pflegefrauchen mehrfach täglich zum Spielen/ Jagen auf. Oscina liebt es, in einem Affenzahn um ihr Pflegefrauchen herum zu flitzen und diese versucht, sie zu haschen. Die Wonne steht ihr dabei deutlich ins Gesicht geschrieben.

Was Oscina nun braucht, ist ein Mensch, bei dem sie endgültig ankommen darf. Dieser Mensch sollte ein Stück weit ihre durchaus vorhandene Skepsis akzeptieren und sie gleichzeitig aber auch fordern. Die gesunde Mischung macht´s. Ein souveräner Ersthund ist sicherlich ein großer Vorteil, wichtiger ist jedoch die Lust, sich auf diese tolle Hündin einzulassen und wirklich Zeit mit ihr zu verbringen.

Es ist wunderbar zu erleben, wie aus einem Häufchen Angst ein Hund wird, der seiner Bezugsperson vertraut und Freude am Leben entwickelt!

Wenn Sie die Menschen sind, die die Voraussetzungen für Oscina erfüllen und mit ihr die weiteren Schritte gehen mögen, freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Wir vermitteln bundesweit, wenn Sie bereit sind, Oscina auf ihrer Pflegestelle zu besuchen und abzuholen.


Ansprechpartner

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:

Ansprechpartner Marion Riesenberger


Vermittlung Hunde

Telefon: (06625) 81 05
E-Mail: marion.riesenberger@streunerherzen.com


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